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23. Oktober 2017 - Uhr
 
Die Kolumne

FUBAR - Weltschmerz
Band FUBAR
Albumtitel Weltschmerz
Label/Vertrieb FDA Records / Soulfood
Homepage www.facebook.com/fubargrindcore/
Alternative URL www.fubar.bandcamp.com/
Verffentlichung 24.03.17
Laufzeit 31:14 Minuten
Autor Marc Fischer
Bewertung 12 von 15 Punkten
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Seit 2002 treibt die niederlndische Grind-Walze FUBAR schon ihr Unwesen und hat in dieser Zeit zwei Alben und eine ganze Menge von Split-CDs verffentlicht. Mit dem deutschen Titel "Weltschmerz" gibt es nun das dritte Album des Fnfers aus Limburg.
Eigentlich ist Grind nicht meine favorisierte Baustelle, wrden aber mehr Bands des Genres klingen wie die fnf Herren aus der Region Brabant, wrde sich das schnell ndern. Dafr sind vor allem die verschiedenen Einflsse zustndig, die hier immer wieder deutlich zum Tragen kommen. Denn neben dem Geschredder finden sich auch etliche Crust- sowie Hardcore-Anleihen. Zunchst wird im Intro und Titeltrack eine leichte Note dessen sprbar, was aber bei einem 1:30-langen Intro eben auch nicht viel heien muss. Sptestens mit "Paranoia" merkt man aber, dass hier doch fter und weiter ber den Tellerrand hinausgeblickt wird, als man zunchst annehmen konnte. Auch die Riffs sowie der Sound der Gitarren sind eher in der Hardcore-Ecke angesiedelt und eher mittig ausgelegt, als mit einem dicken Bass unterlegt. Wieviel Melodie man dann scheinbar in einen Grind-Song gepackt bekommt, zeigt auch das anschlieende "Dead" eindrucksvoll.
Eine gnzlich andere Richtung schlgt dagegen "Light" ein, welches mit einem Riff, was irgendwo aus den Neunzigern kommen muss, zunchst eine groovige Richtung einschlgt und sich zu Beginn mit stark angezogener Handbremse als sehr wuchtig prsentiert. Im weiteren Verlauf wird die Bremse aber losgelassen und es geht verdammt schnell nach vorne, nur um zum Schluss wieder das Tempo herauszunehmen und damit gleich doppelt Groove zu erzeugen. Auch im anschlieenden "Forsaken" gibt es wieder diesen gewissen 90er-Effekt zum Ende mit der Gitarre. Diese Momente erzeugen komischerweise so unglaublich viel Atmosphre, dass sie der Scheibe nicht nur einen komplett anderen Anstrich verpassen, sondern das Teil auf ein ziemlich starkes Niveau in der Gesamtmixtur heben. Denn neben diesen Spielereien zeigen die Burschen, das man sich auch sonst viele Gedanken um das gute Stck gemacht hat. So schliet beispielsweise das Outro wieder am Intro an, um den Kreis zu schlieen.
So ist FUBAR nur erneut ein weiteres Kleinod der FDA-Familie, die ihren Katalog bestndig vergrert und dabei immer wieder Qualitt hinzuzufgen wei. Es hilft zwar, wenn man auf Grindcore steht, davon sollte man sich aber nicht abhalten lassen. Denn auch Menschen, die Hierophant genauso geil finden wie Ryker's, knnten mit "Weltschmerz" eine Menge Spa haben.
   
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