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11. Dezember 2017 - Uhr
 
Die Kolumne

ILLDISPOSED - 1-800 Vindication
Band ILLDISPOSED
Albumtitel 1-800 Vindication
Label/Vertrieb Roadrunner Records
Homepage www.illdisposed.dk
Verffentlichung 04.10.2004
Laufzeit 36:03 Minuten
Autor Andre Kreuz
Bewertung 11 von 15 Punkten
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An dieser Stelle erst einmal ein herzliches Dankeschn an meinen Kollega Rafael, ohne den ich nicht so frh an die bekloppten Dnen von ILLDISPOSED geraten wre!
Jetzt, einige Jahre und mehre Platten spter haben es die symphathischen Chaoten endlich geschafft und ein halbwegs dickes Label an Land gezogen, nachdem sie zuvor mit Diehard promotionstechnisch eher in den unteren Ligen vor sich hin dmpelten. Neues Label, neues Glck, denn ILLDISPOSED klingen heuer frischer und unverbrauchter wie je zuvor. Beibehalten wurden gute und erfolgreiche Trademarks wie der allgegenwrtige Monstergroove und das abartige Organ von Frontsau Bo Summer. Gendert hat sich dagegen vor allem was an der Offenheit der Jungs gegenber eher genreuntypischen Einflssen.
Erffnet wird die Scheibe mit einem coolen Intro in verwaschenem Radio-Sound, in dem einmal quer durch die Diskographie von ILLDISPOSED gezappt wird, Fans werden in den kurzen Versatzstcken viele alte Killer der Truppe wiederentdecken. Danach startet der Opener "I believe in me" mit ordentlich Doublebass, griffigen Hooks und - Festhalten! - elektronischen Spielereien inklusive Keyboard auf. Und das passt wie der Einlauf in den Arsch! Zumal damit nicht bertrieben wird, sondern geschickt und songdienlich agiert wird, um dem grundlegenden Death Metal-Gerst eine neue Dimension zu verleihen. Gegen Ende von "Now we're History" knnte man gar meinen, dass es die vierte ist, HYPOCRISY lassen kurz gren. Vorher knallt aber noch der Obertrack "Dark" (auch bei www.roadrunnerrecords.de als Download zu finden) alles weg; derbe Bassschlge, ein enormer Drive und gelungene, mit Hall verzerrte klare Vocals geben dieser Wuchtbrumme das gewisse Etwas. "When you scream" und "Jeff" sind dagegen etwas bodenstndiger ausgefallen und knnten unter Abzug der auch hier vorhandenen modernen Elemente glatt auf "There's something rotten..." auftauchen. Danach wird es mit "In Search of Souls" wieder melodischer. Der Song gehrt mit seinem groovigen, teils fast rockigem Flair und den etwas an SOILWORK erinnernden cleanen Gesangspassagen zu den besten auf "1-800 Vindication". "Still sane" im Anschluss fllt wieder moderner und elektronischer aus, ohne aber auf die Brutalitt des Todesmetalls zu verzichten, whrend die beiden folgenden Tracks "You against the World" und "No more Time" fr meinen Geschmack etwas zu mittelprchtig geraten sind, wobei bei ersterem Song besonders der Text ("Is it you against the world or you againt yourself?") und die grindige Einlage das Ruder noch mal rumreien. Vershnlich gestimmt wird der geneigte Brachialverkstiger zum Abschluss mit dem in unter zwei Minuten alles wegblastenden "The final Step", in dem gnzlich auf modernen Kram jedweder Art verzichtet wurde.
Bei fettem Sound und meist midtempolastigem Songmaterial haben ILLDISPOSED die schmale Gratwanderung zwischen Moderne und Old School mit Bravur gemeistert, auch wenn nicht jeder Fan der ersten Stunde die Entwicklung der Burschen mitvollziehen knnen wird. Es darf aber beruhigt werden, wo ILLDISPOSED drauf steht ist immer noch ILLDISPOSED drin und ich fr meinen Teil kann sagen, dass ich begeistert bin!
   
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