Navigation
                
27. März 2017 - Uhr
 
Die Kolumne

TORTURIZED - Omnivore
Band TORTURIZED
Albumtitel Omnivore
Label/Vertrieb Eigenproduktion
Homepage www.torturized.de/
Alternative URL www.facebook.com/torturizedofficial/
Verffentlichung 01.03.17
Laufzeit 37:36 Minuten
Autor Marc Fischer
Bewertung 12 von 15 Punkten
>> Als E-Mail versenden
Schon lange halten die Magdeburger TORTURIZED die Flagge des technischen Death Metals in Ostdeutschland hoch. Elf Jahre hat es gedauert, bis nach den beiden EPs "Gallery ov Blood" und "Authority" nun mit "Omnivore" eine zweite Langspielrille am Start ist.
Fr die Eigenproduktion hat man sich einiges einfallen lassen. Fr die Aufnahme der Drums ging man nach Nordhausen ins Nekrowerk Studio, die brigen Instrumente wurden mit den eigenen Mitteln aufgenommen. Dabei spielte man die Gitarren clean ein und verschickte das Material anschlieend in die Staaten zu Dave Otero, dem die Flatline Audio Studios gehren und in dessen Vita illustre Namen wie Cephalic Carnage oder auch Cattle Decapitation zu finden sind. Dementsprechend klingt das Teil dann auch alles andere als eine Eigenproduktion, nur wurde hier alles aus der eigenen Tasche bezahlt. Offensichtlich kann man aber ebenso professionellen wie hochwertigen Tech-Death abliefern, ohne einen reichen Gnner in Form von Label oder Sugar Daddy im Rcken zu haben. Denn auf "Omnivore" wird ein wahres Schlachtfest fr schttelwtige Langmhnen abgefeuert.
Zu Beginn hrt man noch die Einflsse der bekannten Gren und bietet aus allen Ecken entsprechende Verstze, Blast-Beat-Attacken und rasend schnelle Double-Bass-Gewitter inklusive. Nach und nach entwickelt die Platte aber ein unheimlich spannendes Eigenleben, hervorgerufen durch diverse Eigenheiten. Da wre zum einen der recht klinische Sound. Durch eine gewisse Sterile klingt alles sehr fein ausdifferenziert, wodurch nicht das kleinste Bisschen untergeht, was wiederum auf die Spielfertigkeit der beiden Axtschwinger David 'Siggi' Siegmund und Tom Seelig schlieen lsst. Auf der anderen Seite bringt Brllwrfel Daniel 'Lu' Lutter neben monstrsen Growls hin und wieder mit einem hohen kehligen Gesanggeschrei einen Charakterzug mit rein, der den Gesamteindruck immer wieder auf eine vllig abgefahrene diabolische Schiene setzt. Es ist schwer in Worte zu fassen, aber es verzerrt dieses eh schon derbe Bild des Todesbleis noch weiter ins 'Hssliche'. Besonders zum Tragen kommt das im Stck "Obsessive-Compulsive Disorder", oder auch in "Putrescence". Insgesamt passiert so viel auf "Omnivore", dass man einige Durchgnge braucht, bis man einigermaen hinter all die Konstrukte gestiegen ist, dabei kommt aber nicht der Hauch von Langeweile auf. Einen Moment des Durchatmens bekommt man beim Instrumental "Chasma", ehe es mit dem grindigen "Convergence" dann auch direkt wieder voll auf die Zwlf gibt. Ein besonderes Highlight ist noch "Uncrowned King", welches aus meiner bescheidenen Sicht der Toptrack der Platte ist. Mit einem unglaublich fetten Groove walzt und blastet sich der Fnfer hier durch wildeste Untiefen und bringt alle Strken zusammen.
Mit dem neuen Album hat der ostdeutsche Fnfer auf jeden Fall mehr als nur eine Duftmarke gesetzt. Wer sich jenseits von Obscura und Necrophagist mit deutschen Vertretern des technischen Todesmetalls auseinandersetzen will, wird sptestens mit diesem Album nicht mehr an TORTURIZED vorbeikommen.
   
<< vorheriges Review
COUNTERFEIT - Together We Are Stronger
nchstes Review >>
JOURNEY - Escape Form Evolution - The Live Radio B [...]


Zufällige Reviews