SONDASCHULE, ITCHY / SPORTHALLE , HAMBURG

Billing

Sondaschule, Itchy

Ort

Sporthalle, Hamburg

Datum

19.12.2025

Bilder

Nina Kannwischer

 

Der 19.12.2025 fühlt sich schon beim Betreten der Sporthalle Hamburg besonders an. Für mich ganz persönlich ist es mein Jahresabschluss-Konzert – der letzte Konzertabend des Jahres 2025 – und besser könnte dieser Abschluss kaum sein. Die Halle füllt sich langsam und die Vorfreude liegt spürbar in der Luft

Den Abend eröffnet ITCHY als Support Act von SONDASCHULE. Die Band hat rund 30 Minuten Spielzeit, doch es dauert keine Minute, bis klar ist: diese Zeit wird voll ausgenutzt. Vom ersten Ton an stimmt alles – Sound, Energie und vor allem die Verbindung zum Publikum. Die Menge geht sofort mit, erste Moshpits öffnen sich, und die Stimmung kocht schnell hoch.

Vor dem Song „Dancing in the Sun“ wird es kurz ernster: die Band spricht sich klar gegen rechts aus, ein starkes Statement, das vom Publikum lautstark unterstützt wird. Einer der absoluten Höhepunkte des Sets folgt wenig später, als der Sänger auf einem Koffer stehend
vom Publikum durch die Halle getragen wird und dabei die legendäre Melodie von PENNYWISE – „Bro Hymn“ anstimmt – Gänsehautmoment. Neben
„Why Still Brother“ bildet schließlich ein energiegeladenes Cover von Icona Pop – „I Love It“ den Abschluss. Die Band fordert den gesamten Saal zum Springen auf – und die Halle springt geschlossen im Takt. Ein perfekter Übergang für das, was noch kommen soll.

Nach einer kurzen Umbauphase laufen über die Boxen die ersten Töne von „I’m Shipping Up To Boston“ von den DROPKICK MURPHYS. Das Publikum singt sofort mit, jeder weiß: Jetzt geht es gleich los. Kaum ist der Song vorbei, ertönt das Intro von SONDASCHULE, der Vorhang fällt,
ein lauter Knall – und mit „Gute Zeiten“ steht die Band auf der Bühne. Die Halle explodiert.

Von Minute eins an haben Band und Publikum spürbar Bock auf dieses Konzert – und ich ganz besonders. Bei einer meiner Lieblingsbands Bilder und Eindrücke für einen Bericht festzuhalten fühlt sich wie ein Traum an. Der Moshpit öffnet sich direkt mit den ersten Tönen, und auch vorne im Graben haben die Security alle Hände voll zu tun, denn die Crowd Surfer reißen nicht ab. Zwischen den Songs hallen immer wieder laute „Sondaschule,
Sondaschule, hey hey“-Rufe durch die Halle, die die Band grinsend genießt – nach dem Motto: So viel Zeit muss sein.

Die Setlist ist eine perfekte Mischung aus Alt und Neu. Klassiker wie „Schöne Grüße Vom Meer“, „Is’ Mir Egal“ und „Amsterdam“ treffen auf neue Songs wie „Wir Bleiben Wach“, „Steh Auf“ und „Weit, Weit Weg“. Auch ruhigere Momente bekommen ihren Platz: Bei „Schere, Stein, Papier“ ruft Costa zu den sogenannten Biersternen auf – Handytaschenlampen, die unter einem Bier leuchten und die Halle in ein warmes Licht tauchen.
Besonders emotional wird es bei „Auf Einen Neuen Tag“, das die Band dem viel zu früh
verstorbenen Bandmitglied Daniel „Blubbi“ Junker widmet. Band und Publikum heben gemeinsam die rechte Faust – ein stiller, kraftvoller Moment voller Respekt und Erinnerung.

Bei „Weine Nicht“ übernimmt Chris Altmann, der Posaunist der Band, den Gesangspart und ersetzt dabei augenzwinkernd den originalen Ed Sheeran. Ein Moment, der zeigt, wie vielseitig die Band ist und der vom Publikum mit viel Applaus gefeiert wird.Vor „Ärgerlich“ gibt Gitarrist Mirko dem Publikum noch eine kleine Lehrstunde und zeigt, wie man richtig „ärgerlich Ärgerlich“ schreit – mit sichtlichem Erfolg. Auch Fans der ersten Stunde kommen auf ihre Kosten: Ein rund zehnminütiges Medley aus ganz alten Songs lässt die frühen Bandjahre noch einmal aufleben.

Als weiterer Gast steht die Band DEINE COUSINE auf der Bühne, um gemeinsam den Song „Der Himmel Ist ’ne Kneipe“ zu performen, den sie zusammen aufgenommen haben. Bei „Bist Du Glücklich“ wandert mein Blick durchs Publikum. Auf der Tribüne hält ein Mann ein großes Plakat hoch: Darauf ist eine Lego-Figur, die stark an Blubbi erinnert. Auch Costa entdeckt das Plakat und schickt einen respektvollen Gruß nach oben – ein kleiner Moment,
der viel bedeutet.

Den Abschluss bildet „Wenn’s Am Schönsten Ist“ – ein Titel, der an diesem Abend kaum passender sein könnte. Danach läuft „Time Of My Life“ über die Boxen. Das Konzert ist vorbei, die Band feiert sich auf der Bühne, das Publikum feiert sie zurück, und einige
versuchen noch, die berühmte Pose aus dem Song nachzumachen.
Ein würdiger Abschluss eines Konzertjahres – laut, emotional und unvergesslich.

Ganz egal ob ich Blut schwitz, bittere Tränen wein Alles erträglich, es muss nur immer Musik da sein
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