Stargazery – Fans der Achtziger!

Die finnischen Melodic Metaller mit dem Hard Rock Touch, Stargazery segeln seit drei Alben in konstanter Qualität durch die Musikmeere. Zum dritten Studioalbum „Constellation“ schnappten wir uns den mit drei Bands gut beschäftigten Gitarristen und Songwriter Peter Ahonen um uns mal ein paar Fragen zu Stargazery zu beantworten. Das macht der blonde Finne auch gerne.

Constellation“ ist euer erstes Album in fünf Jahren. Ist das wegen deiner anderen beiden Bands Burning Point und Ghost Machinery? Ja, fünf Jahre das stimmt, wie die Zeit fliegt! Aber nein, nicht ganz. Ich denke der größte Grund waren Wechsel in unserem Line-Up. Es dauert eine lange Zeit um die richtigen Personen zu finden die auch zu der Band passen. Ich litt auch an einer kleinen Schreibblockade während dieser Zeit. Aber nun sind wir zurück und das nächste Album wird keine fünf Jahre dauern.

Übrigens, ich kann mir vorstellen, dass drei Bands viel Stress bedeuten können! Wie geht ihr Songwriting und Proben mit diesen drei Bands an?

Ja manchmal ist das etwas Stress, aber ich habe das alles überwunden. Um ehrlich zu sein wir proben nicht wirklich wöchentlich oder gar monatlich. Wir basteln gerade die Setlist in unserem Proberaum zusammen, wenn Konzerte im Anmarsch sind. Da ich der Hauptsongwriter bin, schreibe ich für mich das Grundgerüst der Lieder und jeder packt seinen eigenen Input dazu.

 „Constellation“ hat ein tolles Schiffartwork. Was willst du mit diesen Artworks ausdrücken? Vielleicht geht es ja um den fliegenden Holländer wie das beim letzten Albumcover schon der Fall war.

Ja, ich liebe es auch! Und ja, es ist auf eine eigene Weise ein Fantasyschiff welches im Meer des Lebens segelt. Dieses Schiff hat eine Menge Geschichten zu erzählen.

Gutes Stichwort! Wie sieht es mit den Texten aus. Nimmst du diese sehr Ernst und welche Themen behandelt ihr auf diesem Album?

Es regt mich immer auf, wenn ein Rezensent oder wer auch immer doofe Kommentare der Sorte „Texte sind unwichtig“ macht. Wie zum Teufel kann jemand das sagen über etwas was aus meinem tiefsten Herzen und Seele entspringt? Das sagt einiges aus über den Hörer! Ich schreibe meine Texte über das tägliche Leben und versuche diese verständlich für alle zu machen. Es gibt aber kein richtig oder falsch um den Sinn der Texte zu verstehen. Mit den Jahren haben einige Leute ihr eigenes Leben in unseren Texten wiedergefunden und das ist echt toll!

Ihr scheint große Rainbow und Black Sabbath Fans zu sein, auch wenn ich mir den Bandnamen anschaue oder an den Coversong von „The Headless Cross“ denke! Seht ihr euch selbst als die Fackelträger dieses Sounds, Stil für das 21. Jahrhundert?

Wir sind Fan von diesen und einigen anderen! Whitesnake, Dio, Yngwie Malmsteen und vielen anderen. Ich bin damit aufgewachsen 80er Jahre Metal und Hard Rock zu hören. Deshalb sind meine musikalischen Wurzeln tief in den Achtzigern. Die Musik von Stargazery wird immer den gleichen Stil haben, wir planen nicht irgendwelche Djent Metal Elemente einzubauen (lacht).

Das würde ich auch nicht erwarten von euch! Wenn du eure drei Alben vergleichst wo siehst du die Unterschiede und was haben sie alle gemeinsam?

Da ist ein starkes Thema was sich durch alle unsere Alben zieht, so dass du definitiv sagen kannst das dieser oder jener ein Stargazery Track ist. Für mich ist das neue Werk „Constellation“ unser abwechslungsreichstes bisher. Es hat eine emotionale Ballade, einen wirklich schnellen Song mit progressiven Vibes, epische Titel mit hohem Keyboardanteil und ein paar richtige Headbanger.  Wir sind sehr stolz auf das Album und sind begeistert am Warten auf die Reaktionen!

Das merke ich und das ist auch vollkommen in Ordnung! Liege ich falsch, aber abseits von Corona habe ich nicht viel in Sachen Konzerten jemals von euch gehört, auch nicht in Europa oder gar Deutschland! Seid ihr mehr eine Studioban oder spielt ihr eher in Skandinavien?

Wir sind definitiv eine Liveband aber unglücklicherweise waren es uns bisher nicht möglich außerhalb von Finnland zu spielen. Wir hoffen wir können dies ändern in der Zukunft, wenn die Welt gesund wird.

Was sind deine weiteren Pläne mit Stargazery?

Im Moment mache ich Interviews und Promotion für das neue Album „Constellation“, aber wir planen auch schon für das nächste Werk. Unser Motto ist: „No Rest For The Wicked“!

Dann hoffe ich mal, dass die nächste Scheibe nicht wieder fünf Jahre braucht, in der heutigen Zeit eine Ewigkeit.

"Ein Gitarrenriff sollte nie länger sein, als es dauert, eine Bierflasche zu köpfen.“ Lemmy Kilmister (Motörhead)