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26. November 2014 - Uhr
 
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CELTACHOR
Der Blick zurück in die Vergangenheit
Steffi Müller
www.myspace.com/celtachor


Auf die irischen Celtachor stieß ich durch Zufall, als mir ihr erstes Demo "In the Halls Of Our Ancient Fathers" in den Briefkasten flatterte. Schnell war die Neugierde geweckt, die CD mehrmals durch gehört, die Begeisterung entfacht und der Entschluss gefasst, weiter nachforschen zu müssen. Sänger Stephen und Gitarrist David zeigten schließlich enorme Ausdauer bei der Beantwortung meiner Fragen, so dass ich viel Wissenswertes über die Band, über die Bedeutung der keltischen Mythologie und über die Tradition auf der grünen Insel erfahren durfte.

Celtachor Celtachor

Hallo ihr zwei, zu erst einmal zu den wichtigsten Sachen. Könnt ihr unseren Lesern einige Grunfinformationen zu eurer Band liefern?

Stephen: Celtachor besteht aus fünf Mitgliedern. Genauer genommen sind es: David Quinn und Fionn Stafford an der Gitarre, Emile Quigley am Bass, Anais Chareyre am Schlagzeug und ich am Mikrofon. Im Jahre 2010 haben wir uns entschlossen zusammen Celtachor zu gründen. Unsere Musik ist eine Mischung aus Black- und Doom Metal mit auffälligen Folk-Einflüssen und unsere Texte basieren hauptsächlich auf den alten Sagen der Irischen Mythologie.

Und wie genau entstand die Idee Celtachor ins Leben zu rufen?

Stephen: Die Idee zu Celtachor kam uns genauer gesagt schon im Jahre 2007. Doch damals waren David und ich nur zu zweit. Wir hatten lediglich ein paar wenige Song-Ideen, so dass es in den Jahren 2008-2009 auch schnell wieder zu einer musikalischen Auszeit kam. Erst in 2010 haben wir uns dann entschlossen ernsthaft nach Bandmitgliedern zu suchen, um ein anständiges Line-Up auf die Beine zu stellen

David: Stephen und ich arbeiteten die erste Zeit musikalisch an verschiedenen, unterschiedlichen Sachen. Doch die Idee zu Celtachor haben wir eigentlich nie richtig aus den Augen verloren. Wir hatten das Gefühl, dass dieses Projekt unbedingt noch vollendet werden müsste, denn schließlich hatten wir schon Material, das sich lohnte, gehört zu werden.

Und warum dann der Name Celtachor? Welche Bedeutung hat dieser Band-Name für euch persönlich?

Stephen: Der Name Celtachor besteht eigentlich aus zwei verschiedenen Begriffen. Einmal der englische Begriff Celt, für die Kelten, und Chor, was auf Irisch auch “alles” bedeuten kann. Insgesamt könnte man es also mit dem Titel “Alles über die Kelten” zusammen fassen. Und dieser Name kommt unserer musikalischen Arbeit doch sehr nahe.

David: Oh ja, unser Bandname ist uns sehr wichtig. Er erinnert uns eigentlich ständig daran, was wir mit unserer Musik versuchen zu auszudrücken. So steht der Name also für sich selbst und ist zudem noch auffällig und gut merkbar.

Beschreibt doch bitte unseren Lesern, die noch nie etwas von euch gehört haben,euren musikalischen Stil.

Stephen: Ich persönlich würde es als eine Mischung aus Black Metal und Folk bezeichnen, demnach also Blackened Folk. Zusätzlich haben wir noch andere Musikrichtungen, die uns inspirieren. Jeder von uns bringt eigentlich etwas von sich und seinen musikalischen Vorlieben mit ein, was auch auf der neuen CD deutlich hörbar sein wird.

David: Da stimme ich Stephen zu. Blackened Folk ist wohl der beste Begriff für das, was wir machen. Aber natürlich wirst du ständig auch von anderen Musikrichtungen beeinflusst, so dass recht interessante Mischungen bei uns entstehen können.

Gibt es denn andere Bands, die als Beispiel für eure Musik dienen könnten?

Stephen: Eine Band, die genauso klingt wie Celtachor fällt mir auf Anhieb gar nicht ein. Aber natürlich gibt es sehr gute Gruppen, die ähnliche Musik wie wir machen. Zum Beispiel Skyforger, Cruachan, Mael Mordha oder Skyclad.

David: Wenn wir andere Bands nur kopieren würden, würde unsere Musik nicht auf diese Art funktionieren. Man kann sich von anderen Bands inspirieren lassen, und gute Musiker als Vorbilder haben, aber man sollte auch etwas eigenes schaffen. Trotzdem ist es natürlich eine Ehre, wenn wir mit anderen erfolgreichen Folk Metal-Bands verglichen werden.

Eure Texte drehen sich hauptsächlich um die Irische Mythologie. Was ist das faszinierendste an der Irischen Sagenwelt?

Stephen: Das wichtigste Grund diese Musik zu machen, ist eigentlich die Tatsache, dass die alten Geschichten und Sagen am Leben erhalten werden müssen und die Hörer angeregt werden sollen, einen Blick in die Vergangenheit zu riskieren. Heutzutage stürzt so vieles auf die Menschen ein, dass viele bereits ihre eigene Kultur und ihre eigene Tradition vergessen haben. Deswegen sollte eigentlich jeder einmal wieder die Zeit investieren und schauen, woher er kommt. Mit den vielen Möglichkeiten heutzutage ist es nicht schwer, sich mit der Vergangenheit auseinander zu setzen. Und es wird viele Menschen geben, die überrascht sein werden, was in Büchern und im Internet zu finden sein wird.

David: Das Erzählen von Geschichten ist doch die älteste Form, dem Menschen die Vergangenheit und das Gewesene nahe zu bringen. Leider stirbt diese Form langsam aus. Deswegen versuchen wir durch unsere Musik dem Publikum etwas zu bieten, was sie wieder in die längst vergangene Geschichte reisen lässt.

Celtachor Celtachor

Euer neustes Demo "In the Halls Of Our Ancient Fathers" beschäftigt sich mit dieser Art, Geschichte wieder greifbar zu machen. Seid ihr zufrieden, was die Reaktion auf dieses Werk betrifft?

Stephen: Die Reaktionen, die unser Werk betreffen, waren überdurchschnittlich gut. Vor allem, wenn man bedenkt, dass es unsere erste Veröffentlichung war. Natürlich gibt es hier und dort auch negative Kritiken, aber das macht das Ganze erst interessant und hilft uns dabei, unsere Musik weiter zu entwickeln und uns zu verbessern.

David: Ja CD-Kritiken sind toll. Jemand nimmt sich die Zeit und hört sich deine Musik an. Er mag es, oder kritisiert es, aber vertritt seine ehrliche Meinung. Eine gute Review freut uns natürlich immer sehr, aber ebenso wichtig sind auch die negativen Kritiken für das eigene Schaffen. Wir wissen, dass wir lang noch nicht bekannt sind und uns nicht auf unserem Können ausruhen können. Kritik gibt dir die Möglichkeit an Dir zu arbeiten, dich weiter zu entwickeln. Natürlich sollte man dabei nie vergessen, wirklich das zu machen, woran man glaubt. Man darf sich nicht selber fremd werden. Man kann Musik nicht für Kritiker schreiben, man muss sie für sich selst schreiben und dann die Reaktionen akzeptieren.

Wem würdet ihr das Demo nun ganz persönlich ans Herz legen?

Stephen: Eigentlich jedem, der gerne Black- und Folk Metal hört und die Irische Sagenwelt für interessant hält.

David: Ich würde es jedem empfehlen, der gerne Metal hört. Denn entweder mag er es, oder nicht, aber er hat wieder einmal die Chance, etwas neues zu hören und kann sich damit auseinander setzen.

Könnt ihr mir die literischen Sagen genauer erklären, die als Basis für eure neuste Veröffentlichung dienten?

Stephen: "In the Halls Of Our Ancient Fathers" beschäftigt sich vor allem mit dem irischen Sonnengut Lugh, mit der Beziehung zu seinem Vater Cian, sein Treffen mit dem König Nuada Silberarm, erzählt von seinem Kampf gegen die Fomorier und von der Blutrache, die er schließlich an den Söhnen von Tuireann nahm, um den Mord an seinem Vater Cian zu rächen.

Welchen Song des Demos würdet ihr als euren Lieblings-Song bezeichnen?

Stephen: Mein Lieblings-Song ist "In The Halls Of Nuada". Dieser Song vereinigt das Dunkle unserer Musik und erschafft eine düstere Atmosphäre, was sehr gut zu unseren Texten passt.

David: Ich mag eigentlich alle. Nein, irgendwie ist es schwer den einen Song für sich zu benennen. "The Sons Of Tuireann" ist ein Song, den ich sehr gerne mag.

Das Demo habt ihr ganz in Eigenregie aufgenommen. Was macht es so schwer, dass richtige Label zu finden?

Stephen: Wenn wir ehrlich sind, haben wir noch gar nicht richtig nach einem Label gesucht. Wir wollten mit dem Demo erst einmal zeigen, was wir wirklich drauf haben. Und mit etwas Glück, interessiert sich vielleicht eine Plattenfirma für unser Material. Mal abwarten und schauen, was so kommt.

David: Um ein richtig gutes Label für eine Band zu finden, braucht man wirklich viel Glück. Und deine Demos müssen von perfekter Qualität sein. Diese Mittel hatten wir bei Celtachor bis jetzt noch nicht. Natürlich gibt es einige Plattenfirmen, die uns interessieren würden, aber wie belästigen diese noch nicht mit unserer Musik.

Mit Celtachor seid ihr im Vorprogramm von Cruachan aufgetreten. Ihr werdet auch die Shows für Suidakra in England eröffnen. Gibt es denn konkrete Plände auch einmal in Deutschland zu spielen?

Stephen: Nein, leider noch nicht, wobei wir es genießen würden mal nach Deutschland zu kommen. Aber das müssen wir wohl noch etwas verschieben. In der nächsten Zeit folgen einige Auftritte in England, die uns beschäftigen. Aber natürlich hoffen wir, auch einmal außerhalb von England spielen zu dürfen. Und Leute, die uns gerne buchen würden, können sich natürlich jederzeit unter celtachor@hotmail.com bei uns melden.

David: Die Shows mit Cruachan warem atemberaubend. Deswegen warte ich schon ungeduldig auf die Auftritte im Vorprogramm von Suidakra. Ich mag die Jungs aus Deutschland und freu mich drauf, mit ihnen ein Bier trinken zu können. Ob wir nach Deutschland kommen? Mal sehen, warum eigentlich nicht?

Wenn ihr so zurück blickt, was war das größte Ereignis das ihr bis jetzt mit Celtachor erleben durftet?

Stephen: Oh natürlich die Auftritte mit Cruachen. Ich bin ein großer Fan dieser Band und das ist etwas, was ich natürlich nicht so schnell vergessen werde.

Was gibt es bereits für neue Pläne, die Celtachor speziell betreffen?

Stephen: Ich würde gern mit unserer Band quer durch Europa reisen und so viele Konzerte wie möglich spielen.

David: Ich glaube, ich würde gerne wirklich mal nach Deutschland mit Celtachor. Aber jetzt nehmen wir erstmal einen Schritt nach dem anderen.

Celtachor

Gibt es denn schon neue Songs und neues Liedmaterial, oder Pläne für eine neue Veröffentlichung?

Stephen: Ja, wir arbeiten gerade an sechs neuen Songs, die sich mit anderen Geschichten der Mythologie beschäftigen. Wir wollen uns diesmal noch etwas mehr steigern.

David: Es werden großartige neue Stücke werden. Zur Zeit sitzen wir gemeinsam am Schreiben der neuen Songs. Der Sound wird besser werden, das Material abwechslungsreicher, so dass unsere nächste Veröffentlichung noch mehr vom dem enthält, was Celtachor eigentlich ausmacht.

Wie können wir uns eigentlich die Metal-Szene in Irland vorstellen?

Stephen: Die irische Metal-Szene ist sehr klein, aber gemütlich und unterhaltsam. In den ketzten Jahren hat sich hier vieles getan. Viele Bands, wie zum Beispiel Cruachan, Primordial oder Darkest Era aus Irland arbeiten hart an ihrem Erfolg und verkaufen ihre Musik bereits weltweit. Als Tipp: Man schaut am besten ins Internet. Unter www.metalireland.com, http://irish-metal.blogspot.com/ oder http://www.dublinmetalevents.com/ bekommt man eigentlich alle Fakten zu irischen Metal-Bands, zu den neusten metallischen Veröffentlichungen und zu besonderen Konzerten, die bei uns in der Gegend gespielt werden.

Warum ist besonders der Heavy Metal so wichtig für euch?

Stephen: Ohne Musik und Metal wäre das Leben ganz schön langweilig. Ich bin froh den Metal und noch andere Musikstile zu mögen. Ich mag vieles. Und höre Sachen, die von Jethro Tull bis zur Klassik reichen. Das hängt ganz von meiner Stimmung ab. Besonders liebe ich Black Metal, Folk Metal und den klassischen Irish Folk. Aber ohne Musik geht eigentlich gar nichts.

David: Musik ist das Fundament meines Lebens. Ich höre nicht nur Metal, das kann jeder machen, wie er will, aber es gibt in allen Musikstilen so viel, was man entdecken und erleben kann. Musik ruft Erinnerungen wieder hervor und beeinflusst dich. Man erinnert sich immer wieder an die schönen Songs, die man mit seinen Freunden im Pub gegrölt hat, oder an die Lieder, die man hörte, als man besonders verzweifelt und traurig war. Das alles ist Musik und ohne Musik geht es nicht.

Kommen wir zum Ende: Gibt es noch etwas, was ihr unseren MyRevelations-Lesern mit auf den Weg geben wollt?

Stephen: Erstmal danken wir dir Steffi, für das Interview und für dein Interesse an Celtachor. Und ein Dank an die Leser, die dieses Interview lesen und sich die Zeit nehmen, etwas mehr über uns zu erfahren. Ich würde auch gerne auch den Personen danken, sie uns bis jetzt immer unterstützt haben. Hört euch unsere Songs auf unserer Homepage an. Und ganz wichtig: Lasst das Feuer weiter brennen und beschäftigt euch mit eurer Geschichte.

David: Seid nicht schüchtern und hört euch unsere Musik an, lasst uns hören, was ihr davon haltet und denkt über das Gesungene nach.

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