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14. Dezember 2017 - Uhr
 
Die Kolumne

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STEELPREACHER
Hell Year/h!
Mario Loeb
www.steelpreacher.de


Steelpreacher

Steelpreacher legten im August ihre neue CD mit dem Namen "Devilution" auf den Tisch, das nach meiner Meinung bisher ihr strkstes Werk ist. Grund genug fr uns, einmal bei Steelpreacher anzuklopfen und Gitarrist Jens Hbinger ein paar Fragen zu stellen.

Hi zusammen, schn, dass Ihr Euch die Zeit nehmt, uns ein paar Fragen zu beantworten, stellt doch bitte erst einmal unserer Leserschaft Steelpreacher vor mit den klassischen Eckdaten:euch gibt es zwar jetzt schon seit 2001 wenn ich richtig informiert bin, aber sicher kennen Euch noch nicht alle unserer Leser, obwohl ihr ja einiges an Erfolgen vorzuweisen habt.

Uns gibt es offiziell, wie Du bereits sagtest, seit 2001, wir kommen aus dem Raum Koblenz und unsere Mucke befindet sich irgendwo im Spagat zwischen Hard Rock, 80er Jahre Heavy- und Power Metal. Wir haben mittlerweile 5 Alben raus und sind regelmig in Deutschland sowie im europischen Umland unterwegs. Hatte ich schon erwhnt, dass wir gerne Bier trinken? Also kurz zusammengefasst: 3 Deppen, 3 Akkorde, 3 Promille

Wann habt Ihr Euch kennen gelernt und erinnert Ihr Euch noch an Eure erste gemeinsame Probe und was knnt Ihr uns darber erzhlen ?

Ich stehe praktisch seit 1998 mit meinem Bruder (MU, Bass) auf der Bhne. Unsere damalige Band ("Claymore") brach dann Ende 2001 aufgrund "musikalischer Differenzen", wie man so schn sagt, auseinander. Aber ich hatte Blut geleckt und mir war sofort klar, dass ich weitermachen wollte. Ich "grndete" praktisch am nchsten Tag Steelpreacher, was zunchst wie eine Art Soloprojekt geplant war. Der MU gesellte sich dann relativ schnell dazu ("never change a winning team"). ber viele Ecken erfuhr ich, dass gerade eine andere Koblenzer Band ebenfalls auseinandergebrochen war, in der der Hendrik Schlagzeug spielte. Wir kannten uns bereits flchtig. Wir wussten, dass er unsere Mucke gut fand und wir mochten seine Art Schlagzeug zu spielen. Einen Anruf spter hatten wir einen Probetermin ausgemacht, zu dem Hendrik mit einem Schrotthaufen auftauchte, den man kaum als Schlagzeug bezeichnen kann es war ein Anblick fr die Gtter, ha ha... Aber wir hatten Spa und haben sofort gemerkt, dass es einfach passt.

Seit August seid Ihr mit Eurem Silberling "Devilution" am Start, erzhlt uns etwas ber die Entstehung der Songs und mit wem Ihr zusammengearbeitet habt.

Wir haben das Album bei Rolf Munkes in den Empire Studios in Besheim aufgenommen. Wir kannten Rolf bereits von unseren Aufnahmen fr die Split-EP ("The wild hunt") mit Dragonsfire und waren sofort von dem Sound begeistert. Rolf schafft es wirklich, nochmal die letzten 10% aus einem rauszuholen, um das bestmgliche Ergebnis zu bekommen. Des Weiteren haben wir diesmal auch den einen oder anderen Gastmusiker auf dem Album, so hat z.B. Henny Wolter (Nitrgods) das Solo zu "We don't get drunk" beigesteuert.

"Devilution" ist bereits Eure fnfte LP, was hat sich nach Eurer Ansicht zu den Vorgnger-Alben wie "Hellraiser" von 2011 gendert und habt Ihr Euch bewusst so lange Zeit mit einem neuen Werk gelassen oder hat es sich einfach nicht frher ergeben?

Wir bleiben im Groen und Ganzen seit je her unserem Stil treu, aber wir probieren auch gerne mal was Neues aus solange es im berschaubaren Rahmen bleibt. So haben wir auf Devilution mit "Let's get loaded" und "Rock'n Roll children" erstmals unsere Fhler in die Poser-Rock-Richtung ausgestreckt. Was Devilution von seinen Vorgngern unterscheidet ist meiner Meinung nach, dass es sehr rund und ausgereift klingt. Was den zeitlichen Rahmen angeht: Wir sehen keinen Sinn darin, den ohnehin schon bersttigten Markt regelmig alle 2 Jahre mit einem halbgaren Album heimzusuchen. Wir setzen uns keine Fristen es dauert so lange, wie es eben dauert und es ist erst dann an der Zeit es aufzunehmen, wenn wir alle zufrieden damit sind.

Ihr seid zu dritt ein eingeschworenes Team, gab es in den Jahren schon einmal die Idee, die Besetzung zu ergnzen, z.B. mit einem zweiten Gitarristen oder wrde das der berhmte Koch zu viel sein, der den Brei verdirbt?

In den ersten 1-2 Jahren haben wir tatschlich nach einem 2. Gitarristen Ausschau gehalten. Wir haben dann aber gemerkt, dass wir den gar nicht zwingend brauchen und es sehr entspannt und stressfrei ist, in einer "kleinen Besetzung" zu arbeiten. Uns wrde ein zustzliches Bandmitglied wahrscheinlich mehr schaden als helfen.

hnlich wie bei My Revelations sind Eure Wurzeln fest im Koblenzer Raum verankert, wrdet Ihr sagen, dass Leute und Umgebung Eure Musik beeinflussen? Woher nehmt Ihr Eure Inspiration fr Eure Lieder?

Wenn man an "Koblenz" und "Metal" denkt, kommen einem natrlich sofort die Namen DESASTER und METAL INQUISITOR in den Kopf. Allerdings ist keine der beiden Bands jetzt unbedingt als Inspirationsquelle fr uns zu bezeichnen. Desaster machen eine ganz andere Musik als wir und MI sind von der Bandgeschichte her nicht wirklich viel lter als Steelpreacher (unsere Wurzeln gehen ebenfalls bis ins Jahr 1998 zurck) und scheiden somit ebenfalls als Einfluss aus. Unsere Einflsse findet man ganz klar bei den "ganz Groen" wie z.B. AC/DC, Mtley Cre und Motrhead, aber ebenfalls aus der "zweiten und dritten Liga": Running Wild, WASP, Saxon, Stormwitch, Grim Reaper oder sogar Bathory.

Steelpreacher

"El Pollo Diablo" auf Eurer neuen Scheibe klingt stark nach Sommer und Urlaub, in welchem Land wrdet Ihr diesen Song gerne mal spielen, wenn ihr die freie Wahl httet und warum?

"El Pollo Diablo" spielt in Mexiko. Das wre doch mal was. Grundstzlich wrde ich aber auch gerne mal in Sdamerika und Japan spielen.

Wer so lange schon in der Metal-Szene unterwegs ist wie Ihr, knnte uns Sicher das ein oder andere Schmankerl erzhlen, aber wie seht Ihr die Szene in sagen wir mal 20 Jahren, ist sie Eurer Meinung gut aufgestellt, vielleicht auch in Bezug auf unseren Raum in Koblenz?

Ich bin da sehr optimistisch. Es gab in den letzten Jahren jede Menge neuer Strmungen, Trends und auch neue Sub-Genres, aber trotz allem war der traditionelle Metal nicht totzukriegen. Es kommen auch stndig neue und junge Fans dazu, die sich fr die traditionellen Sachen begeistern. Gerade im Raum Koblenz/Andernach sind wir da besonders gut aufgestellt Stichwort: "Metalmetropole Mittelrhein", da hier sowohl die Metal-Fans (gleich welcher Richtung), als auch Bands untereinander ein sehr kollegiales/freundschaftliches Verhltnis zueinander haben.

Nchstes Jahr steht Euer Band-Jubilum an, habt Ihr zu diesem Anlass was Besonderes geplant?

Unsere 10-Jahres-Feier war ein echter organisatorischer Kraftakt fr uns organisieren, aufbauen, ein riesiges Set spielen und nachher wieder klar Schiff machen. Auf die selbe Weise werden wir das nicht nochmal machen man wird ja schlielich nicht jnger und muss sich seine Krfte etwas einteilen. Dennoch ist fr den Winter 2016/2017 was ganz Besonderes geplant. Es ist noch nicht spruchreif, aber ich sage mal "Hell yeaR/H"!

Hier mchte ich Euch die Mglichkeit geben, Euren Fans und solchen, die es erst noch werden sollen, ein paar eigene Worte zu hinterlassen. Z.B. was sie auf Eurer neuen LP erwartet oder warum sie unbedingt eines Eurer nchsten Konzerte besuchen sollten.

Ich rate dringend davon ab, vor die Tre zu gehen und sich lokale Bands anzuschauen oder gar zu untersttzen. Es ist definitiv die bessere Wahl, alleine zu Hause zu sitzen, Angry Birds zu spielen und sich die Musik der Lieblingsband als MP3 runterzuladen, ohne dafr zu bezahlen. Und wenn mal ein neues Shirt fllig sein sollte (damit Deine Mutter auch wei, wie hart Du bist, wenn du zu Hause rumsitzt), dann bitte auf jeden Fall das zehnte Motrhead- oder zwanzigste Slayer-Shirt kaufen. Auf keinen Fall solltest Du was von einer lokalen Band kaufen. Kleinen Bands, die alles selbst zahlen und sich jedes Wochenende fr die Szene den Arsch aufreien, geht es ja eh viel zu gut da muss man denen nicht auch noch Geld in den Rachen werfen. Sarkasmus Ende! STAY METAL, support the underground!!!!

Ich bedanke mich bei Euch und wnsche Euch viel Glck fr Eure kommenden Aufgaben.

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