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21. November 2017 - Uhr
 
Die Kolumne

VIKING SKULL - Doom, Gloom, Heartache & Whiskey
Band VIKING SKULL
Albumtitel Doom, Gloom, Heartache & Whiskey
Label/Vertrieb Powerage Records
Homepage www.myspace.com/vikingskull
Verffentlichung 23.01.2009
Laufzeit 37:21 Minuten
Autor Christian Schfer
Bewertung 11 von 15 Punkten
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Irgendwann im Jahre 2003 hatten Roddy Stone (Gesang), Frank Regan (Gitarre), Darren Smith (Gitarre), Waldie (Bass) und Gordon Morrison (Schlagzeug) bei ihren Primrbands RAGING SPEEDHORN und CKY zu viel freie Zeit, deswegen grndeten sie VIKING SKULL. Da sie dem Genuss der Brauerei- und Destillerieerzeugnisse ihrer englsichen Heimat wenig abgeneigt scheinen, machten sie kurzerhand ihr Hobby zum Programm, schlcichen sich in ein unbeaufsichtigtes Studio und nahmen -zack!- eine zeitlose Biker-, Sauf- und Partyplatte auf.

Eigentlich sollte das ganze so eine Art Hommage an die Helden ihrer Jugend werden. BLACK SABBATH hrt man bei den Gitarren durch, an MOTRHEAD erinnert der Gesang. Stellenweise zumindest. Tja, und dann flieen auch hier die blichen Verdchtigen zu unterschiedlichen Teilen ein: AC/DC, W.A.S.P., KISS und THIN LIZZY. Um dem ganzen ein griffiges Label zu verpassen: Partytauglicher 70's-Stoner-Rock'n'Roll mit einem Schuss Glamrock.
Da Bands mit diesen Zutaten nun wirklich keine Raritten sind und viele davon jeglichen Eigenanteil an ihrer Musik nach Krften gering halten, fallen VIKING SKULL sehr positiv auf. Denn die haben, im Gegensatz zu zahlreichen Kollegen, die Nerven bzw. Eier, eine kreative Brcke aus den 1970ern in die Gegenwart zu schlagen, und zwar ungefhr zu Typen wie GRAND MAGUS und RAGING SPEEDHORN (Jaja!) einerseits, C.O.C. und CLUTCH andererseits.

Mit dieser Mischung konnten verschiedene Entscheidungstrger im Musikgeschft berzeugt werden, VIKING SKULL als Supportbands fr namhafte andere Krawallmacher zu engagieren. So hatten die Briten das -wie ich vermute- zweifelhafte Vergngen, fr HIM und SUM 41 erffnen zu drfen und die Ehre, fr Gren wie DIO und ALICE COOPER anzuheizen. Auerdem durften sie vor den Country-Bullshit-Scherzkeksen HAYSEED DIXIE rocken. Diese Typen, also HAYSEED DIXIE, knnen, nebenbei gesagt, nerven, aber ihre akustischen Arrangements von Hardrock- und Metalklassikern sind in kompositorischer wie auch instrumentaler Hinsicht vlligst genial!

"Doom, Gloom, Heartache & Whiskey" endet standesgem mit der Honkytonkpiano-Suferballade "Drink", die mit den gldenen Worten "We're gonna drink/drink till we hit (Oder doch 'shit'? Ich unterstelle Letzteres!) the bed" im Refrain und rund sieben Minuten Spielzeit ein wrdiger Rausschmeier fr diese Platte darstellt.
Ein ganz groer Klassiker wird "Doom, Gloom, Heartache & Whiskey" sicher nicht werden, aber zur Verkrzung der Wartezeit auf Nachschub seitens der o.g. alten Helden ist es bestens geeignet. Haare auf, Prost!
   
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