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23. Oktober 2017 - Uhr
 
Die Kolumne

ANTIGAMA - Stop The Chaos
Band ANTIGAMA
Albumtitel Stop The Chaos
Label/Vertrieb Selfmadegod Record
Homepage www.antigamablog.blogspot.com
Verffentlichung 18.05.2012
Laufzeit 15:13 Minuten
Autor Verena Jurawitz
Bewertung 10 von 15 Punkten
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Ganz ehrlich: etwas in der Art habe ich nicht wirklich in meiner Musiksammlung, auch kenne ich die ganzen Vorgngerscheiben der im Jahre 2000 zusammengewrfelten Gruppierung nicht, aber man ist Neuem gegenber ja doch aufgeschlossen, also CD reingeworfen und angehrt. Zu Beginn des ersten Hrens der CD hatte ich die leise Hoffnung, ANTIGAMA wrden dem Namen ihrer Scheibe zgig nachkommen und das gerade erklingende Chaos stoppen. Der bergang der ersten beiden Titel ging unbemerkt an mir vorbei, das Schlagzeug klang in meinen Ohren ungeplant, die Gitarrenriffs einander zu hnlich, der growlige Gesang zu unverstndlich und insgesamt wirkten die Werke der Polen, bis auf vereinzelte groovige Rhythmen auf mich aggressiv. Lediglich der letzte Titel "The End" gnnt mir eine Verschnaufpause, hat jedoch im Vergleich zu den Vorgngern durch seine Machart kaum hnlichkeit zu dem harten Stoff. Geradezu sphrische Klnge streicheln oder qulen, je nach Geschmack, vier Minuten lang die soeben von mchtigem Geknppel umworbenden Gehrgange. Da bedient sich der Snger nicht mehr seiner eigenen Stimme um sich schumend vor Wut allen Frust durch tiefgrndige Texte vom Leib zu Grunzen, sondern untersttzt seine Kollegen an den Electronics.
Aber was war das!? Grindcore? Oder Brutal Death? Oder doch ganz anders?!? Nachdem sich die Scheibe erneut bis zur letzten Sekunde des sechsten und letzten Stckes in meine Rumlichkeiten ergieen durfte bin ich mir sicher: Anders! Wenn nicht sogar avantgardistisch. Da fehlt nur noch ein Gebrauchsgegenstand aus dem Alltag, den der wirklich fixe Schlagzeuger wahrscheinlich ohne Probleme neben seinem Instrument zustzlich htte bedienen knnen. Sauber! Ebenso die Qualitt der Produktion.
Die vier Jungs wissen jedenfalls genau wie sie Bass, Gitarre, Schlagzeug und Stimme einzusetzen haben um eben nicht wie jede andere Band der eingngigen Grunz- und Coregenres massenkompatibel von allen gen Wacken pilgernden Jungspunden auf den Mobilen Quken durch die Gegend geschleppt zu werden. Wer so eine schnelle Art Musik macht beherrscht sein Handwerk und ist sich der Andersartigkeit vllig bewusst.
   
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