F.K.Ü., TOXIC HAZARD, FULL ASSAULT / BAMBI GALORE, HAMBURG

Billing

F.K.Ü., Toxic Hazard, Full Assault

Ort

Bambi Galore, Hamburg

Datum

13.06.2025

Bilder

Marc Schallmaier

 

Dreimal Thrash Metal steht heute auf dem Programm und das Bambi ist gut gefüllt, aber nicht komplett ausverkauft. F.K.Ü. aus Schweden sehe ich heute zum ersten Mal, was mich sehr freut. Denn für mich ist „1981“, die fünfte Platte aus dem Jahre 2017, eine der besten Thrash Metal Platten aus den letzten 20 Jahren.
Bis dahin dauert es aber noch ein wenig, denn auch FULL ASSAULT und TOXIC HAZARD wollen ihre Mucke an den Mann bzw. die Frau bringen. Und so gönnen ich mir noch ein schnelles Bierchen, begrüße zahlreiche bekannte Gesichter bevor der Budenzauber an diesem milden Juni Abend startet.

FULL ASSAULT kommen aus Schwerin und sind als klassisches Trio unterwegs. Erste Lebenszeichen sind aus dem Jahre 2008 zu verzeichnen und drei komplette Alben sind ebenfalls auf der Habenseite. Wobei das letzte Langeisen noch einigermaßen frisch ist, stammt „Dying World“ doch aus dem Februar 2024.
Das mit dem Trio kann man auch direkt als Fingerzeig auf die musikalischen Kreationen sehen, denn der Thrash Metal hat schwere Schlageseite aus deutschen landen, speziell SODOM tropft hier aus jeder Pore. Prinzipiell nicht schlecht, auf Dauer fehlt mir aber eine eigene Note. Nichtsdestotrotz nutzen FULL ASSAULT ihren Spielzeit und bekommen verdienten Applaus.

Noch nicht so lange dabei im Musik Zirkus sind TOXIC HAZARD. 2020 lautet das offizielle Gründungsjahr, und ein Langeisen („Divisions Of Hate“) aus dem Jahre 2025 steht in der Vita des Quintetts.
Im Gegensatz zu ihren Vorgängen orientieren sich die Hanseaten eher an amerikanischen Vorbildern. Thrash Metal der Marke „Bay Area“ steht auf dem Programm, und die Jungs um Frontmann Michi geben sich alle Mühe ihren Fans eine gute Show zu bieten. Das klappt auch ganz gut, der Vorteil von Michi ist dass er keine Doppelbelastung mit einem Instrument hat und so recht agil auf der Bühne unterwegs ist.
So prügeln sich TOXIC HAZARD durch ihren Set, immer mal wieder etwas aufgelockert mit ein paar Sprüchen oder kurzer Kommunikation mit dem Publikum. Sehr unterhaltsam, und damit auch sehr zu empfehlen!

Bei der Recherche zu F.K.Ü bin ich etwas erstaunt, denn als Gründungsjahr wird 1987 (!) ausgegeben. Tatsächlich aufgetaucht ist die Band aber erst mit einem Demo 11 Jahre später. Und wirklich „bekannt“ wurden sie meines Wissens nach erst mit dem vierten Album („4: Rise Of The Mosh Mongers“), und das erschien 2013.
Wie dem auch sei, mir gefällt die Verquickung von Musik und Horror Filmen. Ich weiß, leidiges und eigentlich auch ausgelutschtes Thema, aber wenn ein Musiker mit einer Kutte auf die Bühne kommt, die komplett mit Aufnähern von Horror Filmen übersät ist, und als Backpatch das Logo von „Vestron Video“ fungiert, dann schlägt mein Horror Herz gleich mal höher.
Die vier Schweden lassen etwas viel Zeit, und ich habe schon Befürchtungen dass es technische Probleme gibt. Aber dem ist nicht so und F.K.Ü. legen mit „Rise Of The Mosh Mongers“ und „Nightmare In A Damaged Brain“ gleich richtig los. Obwohl die ersten beiden Reihen gut mitgehen wirken die Skandinavier etwas reserviert. und so gibt es zunächst kaum Interaktion mit dem Publikum.
Es folgt mit „(He Is) The Antichrist“ das erste Stück vom aktuellen Album „The Horror And The Metal“, und so langsam bricht das Eis. Frontmann Larry Lethal geht das erste Mal auf Tuchfühlung und das Publikum lässt sich nicht zweimal bitten. Die Songs werden ordentlich abgefeiert.
Gab es zu Beginn noch kurze Soundprobleme läuft nun alles wie am Schnürchen und F.K.Ü. pflügen sich durch Set der mit vielen Klassikern aller Alben gespickt ist. Lediglich von „Sometimes They Come Back….To Mosh“ gibt es nichts zu hören.
Der Auftritt wird da recht routiniert durchgezogen, Mucker und Fans haben ihren Spaß und der Getränkeverkauf am heutigen Abend wird sicher nicht der Schlechteste sein.
Allerdings bin ich ein wenig beleidigt, denn das von mir immer wieder geforderte „Hell Nights“ wird tatsächlich nicht gespielt, dafür bekommen wir dann die eher treibende Nummer „The Funhouse“ zu hören. Ein Skandal!
Nur Spaß, am Ende ist es ein gutes Konzert das F.K.Ü heute speilen, und ich sehe beim Verabschieden vom Bambi jede Menge zufriedene Gesichter.

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