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21. Oktober 2017 - Uhr
 
Die Kolumne

Billing JIMMY BARNES
Ort Frankfurt, Batschkapp
Datum 14.10.2008
Autor Thorsten Schwalbach
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JIMMY BARNES - in Australien ein Superstar, in Deutschland eher unbekannt. Der Mann ist in Down Under einer der bekanntesten Rocksnger und hat dort mehrere Millionen Alben verkauft. Bei uns ist er bis jetzt eher als Snger von LIVING LOUD in Erscheinung getreten, mit denen er gemeinsam mit u. a. Steve Morse ein Album aufgenommen hat, das zur Hlfte aus OZZY OSBOURNE-Covern und zur anderen Hlfte aus Eigenkompositionen besteht. Im Oktober kam er nach Deutschland. Ohne groe Erwartungen ging es in die Batschkapp, da ich bisher nicht sehr mit seinem Solomaterial vertraut war. Und ich habe es nicht bereut, da gewesen zu sein.

Mahalia Barnes live

Vor dem eigentlichen Konzert durfte zunchst seine Tochter MAHALIA BARNES, begleitet von zwei Gitarren und einer Orgel (ohne Schlagzeug), einige nette Rock- und Soulsongs zum Besten geben. Nach ihren Ansagen waren es Cover von DOLLY PARTON oder den JACKSON 5. Nicht ganz meine Musik, aber trotzdem nett umgesetzt. Nach gut 25 Minuten war es dann schon wieder vorbei und die "Band" ging von der Bhne. MAHALIA verabschiedete sich mit den Worten "See you again soon", womit sie Recht behalten sollte.

Um ca. 21:30 betrat dann JIMMY BARNES die mittlerweile zu gut 3/4 gefllte Batschkapp und wurde mit begeistertem Jubel empfangen. Er ist wohl bei uns doch bekannter als ich gedacht hatte. Dabei wurde es direkt voll auf der Bhne. Die Band bestand aus zwei Gitarristen, Basser, Keyboarder, Schlagzeuger (die alle auch noch mitgesungen haben) und Jimmy selbst, verstrkt noch durch seine schon bekannte Tochter als Backgroundsngerin. Los ging es mit den rockigen Stcken "I'd Die" und "Ride The Night". Bereits in diesen ersten Songs legte die gesamte Band eine Spielfreude an den Tag, die mich direkt mitriss. Im weiteren Verlauf folgten Stcke aus Rock, Hardrock, Blues und teilweise Country. Unabhngig vom jeweiligen Stil wurde alles stets gekonnt vorgetragen. Und ber allen thronte Jimmy's Stimme. Der Mann sang sich mit seiner rauen Stimme durch smtliche Songs, war fast stndig in Bewegung und nach bereits nach drei Stcken durchgeschwitzt. Bei einigen Balladen zeigte er, dass er auch gefhlvoll singen kann. Zwischen den Songs erzhlte er Anekdoten, wie er diese geschrieben hat. Hierbei bewies er Entertainerqualitten und sorgte fr einige Lacher im Publikum. Meistens schrieb er seine Stcke brigens nach irgendwelchen Streits mit seiner Frau. Man nimmt ihm seine Storys, die er in den einzelnen Stcken authentisch umsetzte, einfach ab. Durch seine hemdsrmlige Kumpelart verkrperte er perfekt den "Working Class Man", dem letzten Song des regulren Sets. Nach rund 105 Minuten ging die Band erst mal von der Bhne. Jimmy Barnes live Jimmy Barnes live Zur Zugabe kamen zwei weitere Backgroundsngerinnen auf die Bhne, von denen Jimmy eine als seine Ehefrau vorstellte. Bei der Band und beim Publikum wurden letzte Reserven freisetzt. Am Ende zockte noch ein Mitglied der Crew als weiterer Gitarrist mit. Die Bhne der Batschkapp wurde langsam zu klein fr dieses Ensemble. Die Zugabe artete in eine gut 25-mintige Session aus, bei der fast alle Musiker einen kurzen Leadpart singen durften. Die Einstze kamen durch Handzeichen von Jimmy. Nach 2 Stunden und 15 Minuten JIMMY BARNES war dann Schluss, und keiner der Anwesendend ging enttuscht nach Hause. Mich haben Jimmy samt Band mit ihrer energiegeladenen Performance sehr begeistert. Wer noch nie was von ihm gehrt hat, sollte in das Album von LIVING LOUD reinhren, das seit dem Konzert meinen CD-Player belagert.

Setlist JIMMY BARNES:

  • I'd Die
  • Ride The Night
  • Losing You
  • Second Prize
  • Rising Sun
  • Still On Your Side
  • Love & Hate
  • Used To The Truth
  • Come Undone
  • Resurrection
  • Little Darling
  • Good Times
  • Merry Go Round
  • Four Walls
  • Driving Wheels
  • Flame Trees
  • Khe Sanh
  • Working Class Man
  • Zugabe: ??? (noch mal ca. 25 Minuten, standen nicht mehr auf der Setlist)

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