Navigation
                
18. Dezember 2017 - Uhr
 
Die Kolumne

Billing NAZARETH
Ort Aschaffenburg, Colos-Saal
Datum 18.03.2008
Autor Thorsten Ritter
>> Als E-Mail versenden

Was wrde mich wohl auf der "40th Anniversary-Tour" von NAZARETH erwarten, fragte ich mich das ein oder andere Mal auf der Fahrt zum Colos-Saal? Immerhin hat die schottische Band doch lnger Bestand, als der Verfasser dieser Zeilen jung ist. Ich hatte NAZARETH letztes Jahr beim Bang Your Head zum ersten Mal gesehen und es war nach meinem Dafrhalten ein netter Gig, aber vertrauter bin ich mit dem Material - von den zwei bekannten Balladen, die so gut wie jeder kennt mal abgesehen - seither nicht geworden. Nazareth Nazareth Das Colos-Saal war an diesem Abend, wie es sich fr diesen Rock-Dinosaurier gehrt, entsprechend gut gefllt und das Publikum zu meiner berraschung bunt gemischt. Hier war vom Alt-Rocker bis zur Hausfrau, vom Student bis zum Rentner wirklich alles vertreten.
NAZARETH - immer noch angefhrt durch die Grndungsmitglieder Dan McCafferty (Snger) und Pete Agnew (Bass) - betraten, eine Viertelstunde spter als angekndigt, nach einem Dudelsack-Intro gegen 21.15 Uhr die Bhne. Leider erwischten sie mit "Beggars Day" und dem vom neuen Album "The Newz" stammenden "Keep On Travellin'" einen eher verhaltenen Start. Die Stimmung im Publikum stieg aber im Anschluss, als die beiden Klassiker "Razamanaz" und "This Flight Tonight" zum Zuge kamen.
Snger Dan McCafferty versuchte zwar immer wieder Werbung fr den neuen Silberling zu machen, indem er das Publikum den Albumstitel "The Newz" wiederholen lies, aber man war ja doch wegen den Songs vergangener Tage vor Ort.
Es erstaunte mich, wie verdammt gut Dan McCafferty immer noch bei Stimme ist, die durchweg schn rau und rauchig war und damit den Songs ihr unnachahmliches Flair verlieh. Augenscheinlich hatte er an diesen Abend trotzdem seine Probleme, denn er htte einem Lama Konkurrenz machen knnen, so oft wie er Schleim in den Spucknapf verteilte. Er war nichtsdestotrotz immer wieder zu kleinen Scherzen aufgelegt, schnitt herrliche Grimassen und bemhte sich die ein oder andere Ansage in gebrochenem Deutsch zu halten.
Nach den erwhnten zwei Klassikern fiel der Stimmungspegel leider wieder ab und begann sich erst mit dem zweiten Teil des Sets wieder langsam zu heben. Mit "Whiskey Trinkin Woman" startete fr mich dann eine Anreihung eingngiger und berzeugender Songs. Das daran anschlieende, berraschend harte "The Gathering" vom aktuellen Album knnte sich ebenfalls zu einem All-Time-Fave mausern, denn der Song hat Hitpotential. Nazareth Mit "Love Hurts" kam im Anschluss aber genau das, auf das ein Groteil des Publikums - mich natrlich eingeschlossen - gewartet hatte. Viel spannender jedoch war die darauffolgende Dudelsack-Einlage bei "Hair Of The Dog", bei dem Dan McCafferty dem Instrument teilweise recht komische Tne entlocken konnte.
Ende des regulren Sets und 70 uerst kurzweiligen Minuten war nach "Expect No Mercy", welches mich durch sein wirkliches interessantes Riffing in seinen Bann zog.
Fr zwei weitere Songs lieen sich die Schotten erneut auf die Bhne bitten, aber nach der Ballade "Dream On" und dem sehr coolen Rocker "Morning Dew" war dann leider endgltig Schluss.
Ich kann nur sagen, dass diese sympathischen Jungs trotz ihrer Jahre noch lange nicht zum alten Eisen gehren und, so lange sie solche Konzerte abliefern, auch hoffentlich noch eine Zeit aktiv sein werden!

Setlist:

  • Beggars Day
  • Keep On Travellin'
  • Razamanaz
  • This Flight Tonight
  • Day At The Beach
  • White Bike
  • Big Boy
  • Enough Love
  • Bad Bad Boy
  • Whiskey Trinkin Woman
  • The Gathering
  • Love Hurts
  • Hair Of The Dog
  • Expect No Mercy
Zugaben:
  • Dream On
  • Morning Dew

Fotos: Thorsten Ritter

<< vorheriges Review
DAUGHTRY, REDEEM - Frankfurt, Batschkapp
nchstes Review >>
BRAINSTORM, PAGANS MIND, POWERWOLF + LOCAL SUPPORT - Langen, Stadthalle


Zufällige Reviews