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23. Mai 2013 - Uhr
 
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PHOENIX RISING / FIRE & ASHES - MMXII
Band: PHOENIX RISING / FIRE & ASHES
Albumtitel: MMXII
Label/Vertrieb: Sonic Attack / Soulfood
Website: www.phoenixrisingmetal.com
Veröffentlichung: 23.03.2012
Laufzeit: 53:33 Minuten
Autor: Jens Gellner
Bewertung: 4 von 15 Punkten
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Nein, leicht machen mir es die Spanier von PHOENIX RISING / Fire & Ashes (doch, die Band nennt sich tatsächlich so) mit ihrem zweiten Album nicht. Allein der Stil, Melodic Power Metal, ist schon mal nicht mein Ding; ich kann mit Bands wie RHAPSODY und Konsorten nur wenig anfangen. PHOENIX RISING / Fire & Ashes machen innerhalb der Genregrenzen prinzipiell nichts falsch: Bombast, hart an der Grenze (und gelegentlich darüber hinaus) zum Kitsch, schwülstige, alles überlagernde Keyboards, sechzehntel Doublebassgeratter und Gitarrengeschrammel, Flitzefingersolis ohne jegliches Gefühl und eine pathetische, in Heldenepen schwelgende Stimme, die mit großem Getöse belanglose Trallala-Melodien vorträgt. Hab ich was vergessen? Ach ja, eine glattgebügelte, bis an die Grenzen des erträglichen (und auch hier gelegentlich darüber hinaus) komprimierte Produktion mit am Computer geradegezogenem Schlagzeug, das nicht mehr von einem Drumcomputer zu unterscheiden ist. Perfektionismus in Reinkultur; nur schade, dass die Emotionen völlig flöten gehen. Es ist mir klar, dass es heutzutage nicht wenige Fans gibt, die auf genau diese Art von Musik abfahren. Daher wird "MMXII" mit Sicherheit viele Freunde finden, die mir beim Lesen dieser Zeilen pikiert den Stinkefinger zeigen, aber damit kann ich leben. Ich persönlich höre Heavy Metal in all seinen Stilrichtungen, weil ich mich von der urwüchsige Kraft und den unter die Haut gehenden Emotionen angesprochen fühle, die diese Musik innehat. Mit all den kleinen Fehlern und menschlichen Schwächen, die nun mal einen Song zum Leben erwecken. Versucht man, mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln, genau diese Fehler und Schwächen auszumerzen, kommt genau so etwas wie "MMXII" dabei raus: tote, kalte, seelenlose Maschinenmusik, der man mit Bombast und Kinderliedmelodien versucht, wieder Leben einzuhauchen. Verkehrte Welt. Nein danke, ohne mich.
   
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