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17. Dezember 2017 - Uhr
 
Die Kolumne

THREE YEARS HIDING - We Lost Ourselves And Found Our Way To This
Band THREE YEARS HIDING
Albumtitel We Lost Ourselves And Found Our Way To This
Label/Vertrieb Lockjaw Records/Rough Trade
Homepage www.lockjawrecords.co.uk/
Verffentlichung 23.06.2008
Laufzeit 42:52 Minuten
Autor Christian Schfer
Bewertung 5 von 15 Punkten
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Frher, in der guten alten Zeit, gab's bei mir zuhause des fteren Diskussionen ber aggressive und aggressiv machende Musik aggressiver Bands. Aggression = negative Schwingungen und so. Sowas braucht ja keiner. Witzigerweise ging's damals oft um ble Hllenrcker wie HELLOWEEN und JUDAS PRIEST, deren Musik mich erstaunlicherweise nie zum Randalieren oder zu Schlgereien mit meinem jngeren Bruder veranlasste. Zumindest letzteres funktionierte auch ohne derart satanische Beschallung, hh. Und auch heute noch bin ich eigentlich berzeugt davon, dass Musik an sich nicht aggressiv macht. Sie kann bestenfalls als Auslser wirken.
Wieso eigentlich? Tja, das liegt dann an der Musik solcher Bands wie THREE YEARS HIDING.
Emo, Freunde! Melodiser Gesang, melodisches Keyboardgeklimper, melodische Gitarrenschrammelei. Da muss man geradezu ein dicke Manschette bekommen, finde ich. Ja, ich gebe zu: schlecht sind die Jungs nicht. Handwerklich. Poppiger Alternative-Rock mit dezenten Grungeanflgen, so knnte man TYHs kreatives Tun bezeichnen. Leicht britisch-melancholisch kommen sie um's Eck und zielen auf Leute die ansonsten JIMMY EAT WORLD, BRAND NEW und zum wildest mglichen Abhotten FOO FIGHTERS hren. Hierbei wird, abgesehen von der wirklich schn arrangierten Akustikballade "Wizards And Shipwrecks" keine nennenswerte Abwechslung geboten, so dass sich ob dieser Einfallslosigkeit zgig Langeweile und ein verhaltenes Wtchen einstellen. Inhaltlich schwelgen TYH in Erinnerungen an alte Tage (von denen die Jungs mit geschtzten Anfang 20 noch nicht allzu viele erlebt haben drften), Hoffnungen fr die Zukunft (vielleicht einen Beruf lernen und arbeiten?), ihrer Jugend in Redditch und Hereford (wieder alte Tage, drfte ebenfalls rasch abgearbeitet sein) und dem Verlust guter Freunde (verstndlich, wenn meine Freunde solche Musik machen wrden...).
Sorry Leute, das klingt so was von abgedroschen und tragisch dass nicht mal ich als Pdagoge drber weinen kann. Macht doch einfach das, was ihr in eurem Bandnamen ankndigt: versteckt euch drei Jahre, gern auch lnger, und macht danach keine Musik mehr.
Mannomann! Da freut man sich wenn auch heutzutage noch jemand 'ne Gitarre in die Hand nimmt und Musik macht und dann kommt das dabei raus. Zeit fr megaaggressiven Stoff von MANOWAR, um meine neuerlich aufkeimende Aggression im Zaum zu halten.
Nicht anhren!
   
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