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24. Oktober 2017 - Uhr
 
Die Kolumne

NECRONOMICON - Pharao of Gods
Band NECRONOMICON
Albumtitel Pharao of Gods
Label/Vertrieb Unique Leader
Homepage welcome.to/necronomicon
Verffentlichung 2002
Laufzeit N/A
Autor Andre Kreuz
Bewertung 11 von 15 Punkten
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Schon im Jahre1999 erblickte Pharao of Gods unter Fhrung des kleinen kanadischen Labels Hypnotic Records das Licht der Welt, und zwar in einer sammlerverdchtigen Stckzahl von nur 1000 Kopien. Als glcklichem Besitzer des Originals flatterte mir nun die Tage das Re-release auf Unique Leader in Haus, bei denen unter anderem die Deathgrinder DEEDS OF FLESH und DISGORGE beheimatet sind. Das Album soll dabei einem Re-Mastering unterzogen worden sein, doch kann ich ehrlichgesagt keinen nennenswerten Vergleich zur Erstauflage erkennen?! Wozu auch, immerhin war der Sound auch 1999 schon absolut berzeugend, lediglich die Drums, die hnlich wie bei MORBID ANGEL auf der Formulas...-CD klingen, htte ich mir etwas schner angemischt gewnscht. Auch soll dem Re-release ein neues Design zugekommen sein, hier muss ich allerdings aufgrund der Tatsache, dass mir nur die Promo vorliegt, passen. Das Booklet erstrahlt aber mir dem alten Coverartwork, nur der Inhalt ist irgendwie spartanischer ausgefallen, das kann aber in der Laden-Version anders aussehen. Musikalisch bieten NECRONOMICON ausgereiften, sehr technischen Death Metal, der stellenweise an die genannten MORBID ANGEL erinnert, meistens aber gnzlich eigenstndig erklingt! Dazu tragen unter anderem die obskuren Intros, wie bei The silver Key oder Initiation bei, die zudem manchmal noch orientalische Zge annehmen (Egypt, the red Earth). Wie man an diesem Songtitel und dem Titel des Albums unschwer erkennen kann, hat es den Kanadiern gypten angetan, hnlich wie den berragenden NILE. Da diese aber sicher kein Patent auf Pyramiden, Wsten und Pharaonen haben, geht das schwer in Ordnung! Zumal die Musik doch sehr anders tnt und wesentlich mehr im klassischen Death beheimatet ist. Wie eben auch die vertrackten Soli, die manchmal passend in die Lieder integriert werden und vom Knnen des Klampfers knden. Weniger klassisch sind logischerweise die erwhnten Intros und die orientalische Einflsse, die sich allerdings ziemlich bedeckt halten und den Stcken lediglich die ntige Wrze verleihen. So verhlt es sich auch mit dem Einsatz der female vox, die sich NECRONOMICON fr meinen Geschmack auch htten schenken knnen. Kommt zwar nicht sehr oft vor und der Einsatz beschrnkt sich auf sirenenartige, unartikulierte Einschbe, besser werden sie dadurch aber auch nicht... Im Gegensatz dazu wirkt der mnnliche Konterpart uerst professionell, da das tiefe Growling nie zum konturlosen Gegurgel mutiert. Die Geschwindigkeit des Materials schwankt zwischen flott und fast-flott, wozu die treibenden Drums stets ihren Part beitragen. Mit dem vorletzten Titel Becoming... the hands that carry the spirit zieht die Truppe (vom Snger mal abgesehen, Instrumental!) noch einmal alle Register, das gute (und vermutlich beste)Stck ist immerhin ber neun Minuten lang und deckt dabei das gesamte Spektrum von Pharao of Gods ab. Schade ist eigentlich nur, dass fast alle Bandmitglieder von `99 ausgetauscht wurden, so dass auch die hbsche Basserin nicht mehr mit von der Partie ist... Ansonsten sollten sich alle Fans von anspruchsvollem und eigenstndigem Death Metal diesen Leckerbissen unter den rostigen Nagel reien, sofern sie den Fehler begangen haben, dies nicht schon vor drei Jahren gemacht zu haben! Und nicht enttuscht sein, wenn das Material noch nicht bei den ersten beiden Durchlufen hngen bleibt, denn dafr ist der Pharao einfach zu ungewhnlich und komplex.
   
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