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21. Oktober 2017 - Uhr
 
Die Kolumne

V.A. - Gentle Carnage
Band V.A.
Albumtitel Gentle Carnage
Label/Vertrieb Delicious Bowls Agency
Homepage www.db-agency.de
Verffentlichung 09.08.2005
Laufzeit 78:12 Minuten
Autor Andre Kreuz
Bewertung /
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Wie der Infotext zum Sampler "Gentle Carnage" (wtf?!) richtig sagt: Wer kauft sich schon Sampler?? Aber das Tolle an diesem Teil ist neben dem hammerharten Inhalt die Tatsache, dass dat Dingen komplett kostenlos an den Mann / die Frau gebracht wird. Da die Scheiblette zudem auf 5000 Exemplare limitiert ist, sollten Interessierte fluxxx eine Mail an info@db-agency.de schreiben. Jetzt aber ans Eingemachte:
SYMBIONTIC erffnen gewohnt gut mit "Bloodpath", zu finden auf dem aktuellen Hammeralbum "Vaya". Death-Thrasher werden begeistert sein! Als nchstes stehen die stilistisch hnlich gelagerten SARDONIC auf dem Speiseplan und kredenzen mit "Abulia" einen leckeren Happen, der auch auf der Homepage der Mannen zum Download zur Verfgung steht. Die Brutal-Deather DAWN OF DISEASE liefern den nchsten Beitrag in Form einen nagelneuen Tracks mit dem netten Titel "Fried Genitals". Starker, oberderber Song, der seine volle Hinterhltigkeit durch die eingestreuten Geifer-Vocals bezieht. Partylaune auf ihre eigene unverkennbare Art steuern dann die genialen SPIRIT CORPSE bei. Bei "Weeping A Lake Of Blood" handelt es sich um einen Song, der auf der kommenden, leider verschobenen EP enthalten sein wird. Es folgt FALLEN YGGDRASIL mit dem Titeltrack ihres aktuellen Melodic-Death-Killers "Building Up A Ruin To Come". Dann steht die erste auslndische Band in Form der Kanadier QUO VADIS auf der Matte. Und deren Track "Silence Calls The Storm", den es auch auf deren Homepage zu finden gibt, blst einem mit dem unglaublich langen Growl-Schrei zu Beginn das Hirn so was von dermaen raus! Wahnsinn, unbedingt antesten, zumal auch der technisch versierte Death der Burschen sehr schmackhaft ist! BLACK DESTINY markieren anschlieend den Auenseiter, sind sie doch die einzige Power-Metal-Band des Samplers. Dennoch ist "Carnival Of Fate" ein toller Song, der sogar mir als altem Death-Black-Verkstiger runtergeht wie Butter, ganz einfach weil das Songwriting und das mitreiende Riffing in Verbindung mit den kraftvollen Vocals in der Schnittmenge Dickinson-Diamond eine hochexplosive Mischung darstellt. CHRONICLE OF TYRANTS bieten mit "Cerebral Assassin" erst brutalen Death Metal, der dann atmosphrischer wird und durch leisen Klargesang minimale SOILWORK-Nhen erkennen lsst. Einzig der Drumcomputer strt das Vergngen ein wenig. TOMBTHROAT folgen danach mit dem Gassenhauer "Bad Blood" vom diesjhrigen Release "Out Of The Tomb". Eigensinniger, brutaler, berraschender Death Metal. Etwas rockiger wird es im Anschluss mit dem thrashigen Metal des BLOOD RED ANGEL, der mit aggressiven Shouts und verspielter Lead-Klampfe gut reingeht.
Die zweite, etwas schwchere Hlfte des Samplers geht mit VENERAL DISEASE weiter, die sich brutalem Death mit dezenten Melodien und superben Growls verschrieben haben. MISANTHROPIC erinnern wenig spter nicht zuletzt durch den Drumsound ein bisserl an VADER und gehen recht hektisch zur Sache. Mit PURGATORY schauen dann auch mal alte Hasen der Todesblei-Szene vorbei und bieten mit "Luciferic" routinierten und gnadenlos derben Death Metal der alten Schule. Eigentlich komisch, dass die Burschen nie so richtig in die Ptte gekommen sind. VERMIS klppeln sich dann ebenfalls in Death-Gefilden in die Hrgnge und hinterlassen dabei flchtige Erinnerungen an MONSTROSITY & Co. Noch dampfende Eingeweide klatschen uns dann HUMAN BLOODFEAST mit "My Flesh Consumed" auf den Tisch. Straight forward auf die Glocke gibt es dabei wiederum Death Metal zum Nachtisch, genau wie bei FETOCIDE im Anschluss. Letztere beziehen ihre Kraft aber auch aus geschickten Wechseln im Tempo und deathgrindigen Tendenzen. Melodischer wird es dann mit DEIFICATION, wobei "melodisch" mit Vorsicht zu genieen ist. Heftig ohne Ende ist deren Death trotzdem. SERPENT SOUL haben sich letztlich hinten angewurzelt, damit niemand vom Sampler purzelt. Prinzipiell auch im Death Metal fuend kommt hier noch eine kleine aber feine Rotz-Attitde hinzu, die wunderbar durch ein paar famos melodise Leads kontrastiert wird.
Lange Rede, kurzer Sinn: Der Underground und besonders der extreme ist lebendig wie nie zuvor! Auch wenn auf "Gentle Carnage" gerade in der zweiten Hlfte ein paar eher durchschnittliche Kandidaten vertreten sind, so bleibt doch unterm Strich eine Menge Qualitt hngen, die man sich als Extrem-Metaller gerade fr diesen Preis (0 € remember?) nicht entgehen lassen sollte!
   
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