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14. Dezember 2017 - Uhr
 
Die Kolumne

SLEEP OF MONSTERS - Produces Reason
Band SLEEP OF MONSTERS
Albumtitel Produces Reason
Label/Vertrieb Svart Records/ Cargo
Homepage sleepofmonsters.com
Verffentlichung 07.11.2014
Laufzeit 48:00 Minuten
Autor Stephan Mertens
Bewertung 8 von 15 Punkten
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Das Debt von SLEEP OF MONSTERS ist laut Pressetext schon lnger in der Heimat Finnland erhltlich. Jetzt bekommen wir "Produces Reason" auch bei uns zu hren. Die Truppe um BABYLON WHORES-Frontmann Ike Vil und dem ehemaligen Schlagzeuger der Erfolgsband HIM, Ptk Rantala, hat sich dem poppigem Gothic Rock mit Keyboardeinsatz, Streichern und allem was dazu gehrt, verschrieben. Nach einer kurzen Einfhrung werden zehn eingngige und auch berwiegend radiotaugliche Nummern geboten, die am ehesten an eine Verbindung von DEPECHE MODE und HIM durchgehen. Da liegt auch direkt mein grtes Problem mit dieser Verffentlichung. Trotz des wirklich tollen Gesangs, pltschern die meisten Songs einfach an mir vorbei. Die Melodien hat man so hnlich schon gehrt, die Strukturen der einzelnen Beitrge sind altbekannt und in der Regel auf Hit getrimmt. Die nahezu perfekte und fr mich recht sterile Produktion verstrkt den Eindruck, dass beim Entstehungsprozess von "Produces Reason", wie damals schon bei HIM, gezielt in Richtung Erfolg gearbeitet wurde.
Verwunderlich ist dabei, dass der Erstling von SLEEP OF MONSTERS in Deutschland von Svart Records herausgebracht wird. Die Scheibe passt mit ihrer Massenkompatibilitt mal so gar nicht in das Programm der Plattenfirma. Aber hey, ein vielseitiges Repertoire kann natrlich nicht schaden. Man merkt der Band jederzeit an, dass hier absolute Profis am Werke sind, die ihr Handwerk verstehen und doch wirkt das Gesamtergebnis fr mich einfach viel zu berechnend und schablonenhaft. Mich wrde es nicht wundern, wenn sich noch herausstellt, dass "Nihil Nihil Nihil" ein vergessener HIM-Song ist. Weiter klingt "Murder She Wrote" beispielsweise sehr stark nach der "Songs Of Faith And Devotion"-Phase von DEPECHE MODE. Spter gesellen sich tatschlich noch ein paar nette, eigene Ideen dazu, aber sptestens in den Refrains erfllt man doch wieder das vorgegebene Konzept. Die orientalische Melodie in "Through A Mirror Darkly" finde ich zum Beispiel im ersten Moment echt spannend, aber wie gesagt fhrt diese nur zurck zu altbekannten Mustern.
Es gibt Bands, bei denen das "besser gut geklaut, als schlecht selbstgemacht"-Konzept funktioniert, "Produces Reason" ist zwar nicht schlecht und viele Nummern gehen durchaus ganz gut ins Ohr, aber unterm Strich wirkt die Scheibe einfach zu zahnlos. Als Alternative zur heute verbreiteten, brerwiegend schrecklichen Radio-Pop Musik, eignet sich das Album als gute Hintergrundbeschallung. An die groen Vorbilder kommt man allerdings zu keiner Zeit heran.
   
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