
Sechsunddreißig Jahre. Tausende verschwitzte Bühnen, drei Generationen vor den Boxen – und dann ein Satz, der klingt wie ein Schwur, eine Trotzansage und ein Versprechen zugleich: „Wir fangen jetzt erst an!“ BETONTOD, Deutschlands dienstälteste Straßenpunk-Hymnenschmiede, legen mit ihrem neuen Album das vor, was sie selbst als die emotionalste Platte ihrer Karriere bezeichnen. Und selten hat eine Band diese Worte mit so viel Leben gefüllt.
Wer die Band für ihre stadiontauglichen Mitgröl-Refrains und ihre kompromisslose Haltung liebt, bekommt auch hier die volle Breitseite Punkrock. Doch dieses Mal schwingt etwas mit, das tiefer geht. Die vergangenen Jahre haben Spuren hinterlassen – als Musiker, vor allem aber als Menschen.

„Wir Fangen Jetzt Erst An“ Tracklist:
01. All die schönen Menschen
02. Du killst mich
03. Eine letzte Runde
04. Alles für den Content
05. Keep Calm And Carry On
06. An deiner Seite
07. Das schöne Leben ist vorbei
08. Für dich
09. Weltuntergang
10. Küchentisch
11. Vielleicht sind wir die Letzten
12. Abwesenheitsnotiz
13. Wir fangen jetzt erst an
Zwischen druckvollen Gitarren und hymnischen Chören entstehen Momente von bemerkenswerter Offenheit. Es sind Songs über Verlust und Hoffnung, über Freundschaften, die ein Leben lang tragen, über Abschiede, die nie ganz zu begreifen sind, und über die Kraft, trotzdem weiterzugehen. BETONTOD erzählen nicht von oben herab. Sie erzählen aus einem Leben, das sie selbst erlebt haben.
Den ersten Vorgeschmack lieferte die Single „All die schönen Menschen“ (VÖ 12. Juni 2026) – eine wütende, mitreißende Abrechnung mit denen, die nie an der Front stehen, nie Verantwortung übernehmen und andere die Folgen ihrer Entscheidungen tragen lassen. Ein Song voller Druck, Haltung und jener Energie, die Betontod seit jeher auszeichnet.
Doch die eigentliche Stärke des Albums liegt in seiner Ehrlichkeit. Selten klang die Band so nahbar. Selten waren die Texte so persönlich. Und selten standen hinter den Songs Gefühle, die man nicht einfach schreiben, sondern erst durchleben muss.
Der Albumtitel ist dabei mehr als eine Pose. „Wir fangen jetzt erst an!“ ist deshalb weit mehr als eine kämpferische Parole. Er ist die Antwort auf alles, was in den vergangenen Jahren passiert ist. Die Entscheidung, sich nicht von Rückschlägen definieren zu lassen. Nicht stehenzubleiben. Nicht aufzugeben. Während andere Bands nach Jahrzehnten auf ihre Geschichte zurückblicken, richten BETONTOD den Blick nach vorn. Mit einer Platte, die Schmerz und Hoffnung, Wut und Wärme, Abschied und Aufbruch miteinander verbindet.
„Wir fangen jetzt erst an!“ klingt nicht wie das Werk einer Band, die Bilanz zieht. Es klingt wie das Werk einer Band, die gelernt hat, wie kostbar Zeit ist – und deshalb jeden einzelnen Moment nutzt.
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