Vor nicht mal drei Wochen habe ich mich mit SEASON OF THE DEAD auseinandergesetzt, und das Album hat mir nicht wirklich gefallen. Nun kommt die nächste Scheibe auf meinen Tisch die es mit der magischen Verschmelzung von Horror Filmen und Death Metal probiert. Schon wieder….
Langsam wird es echt langweilig. Wobei ich mich auch aus der Sicht der Labels frage, warum man Bands mit dieser Thematik immer noch unter Vertrag nimmt?! Die Nummer ist wirklich tot geritten, vor allem wenn man sich immer wieder auf die selben Filme aus den frühen 80er Jahren konzentriert. Gut, laut Presseinfo handeln die Texte auch von anderen (gruseligen) Dingen die rein fiktional sind, andere wiederum beschäftigen sich mit echten Vorkommnissen.
Die Band heißt aber nunmal HOUSE BY THE CEMETARY und der erste Song „New York Ripper“, beides Filme bzw. Film Titel vom italienischen Regisseur Lucio Fulci.
Kommen wir auf die Musik zu sprechen. Klassischer Death Metal von Rogga Johansson steht auf dem Spielpan. Am Schlagzeug sitzt Thomas Ohlsson, der Rogga in anderen Kapellen unterstützt. Ins Mikro grölt Mike Hrubovcak, der früher mal bei VILE oder auch MONSTROSITY gesungen hat, heutzutage aber eher als Cover Artist sich einen Namen macht. Der Output von Rogga ist ja unermesslich, allerdings wiederhole ich mich nochmal, wenn ich sage, Rogga sollte mehr Wert auf Qualität als auf Quantität legen. Gerade die ersten vier, fünf Songs klingen null innovativ und die Blastspeed Passagen erwecken das Gefühl dass hier fehlende Ideen kaschiert werden mussten. Zum Glück halte ich durch, und die zweite Hälfte von „Disturbing The Cenotaph“ ist wesentlich besser geraten. Der Grund: das drosseln des Tempos!
Jetzt kommen die Riffs wesentlich besser zur Geltung und als Zuhörer sind Songstrukturen klar ersichtlich. Warum nicht gleich so?
Bei der Produktion bin ich mir nicht so ganz sicher, diese klingt stellenweise absichtlich überproduziert und soll wohl der Räudigkeit dienen. Tut es aber meiner Meinung nach nicht, wirkt eher gegenteilig, liegt aber gerade noch so im aushaltbaren Bereich.
Die ganze Horror Thematik ist leider ein echter Makel, ebenso die erste Hälfte von dem neuen Album von HOUSE BY THE CEMETARY. Aber dann kommen ein paar echt gute Songs. Es wäre wirklich wünschenswert wenn Rogga sich von der Hälfte seiner Projekte trennen würde, denn gute Riffs kann der Mann sich aus dem Ärmel schütteln. Aber vieles wirkt durch hunderte „Bands“ einfach nur verwässert.