SWALLOW THE SUN – WHEN A SHADOW IS FORCED INTO THE LIGHT

Albumtitel

When A Shadow Is Forced Into The Light

Label/Vertrieb

Century Media Records/Sony

Veröffentlichung

25.01.2019

Laufzeit

52:31 Minuten

Als SWALLOW THE SUN vorab ihre Single mit dem Titel „Lumina Aurea“ veröffentlichten, prophezeite ich bereits nichts Gutes (www.myrevelations.de/2019/01/20/swallow-the-sun-lumina-aurea-single). Dieses Monster ist wie ein einziger emotionaler Tiefschlag. Nun liegt das ganze neue Album vor und so einiges lässt sich nun auch besser verstehen. Eins vorweg: es war richtig den Song „Lumina Aurea“ als Single separat zu veröffentlichen. Dieser hätte mit seiner destruktiven Einstellung die neue Platte einfach gesprengt. Denn auch wenn Melancholie, Trauer und düstere Emotionen bei SWALLOW THE SUN Trumpf sind, so geht es doch auch darum, wieder den Weg ins Licht zu finden. Notfalls wird man auch dahin getrieben oder gezogen, wie der Titel des Albums verdeutlicht. Das Ganze hat leider einen traurigen Grund, denn vor drei Jahren starb die Lebensgefährtin von Juha Raivio, Gitarrist und einer der Songwriter von SWALLOW THE SUN. Und so ist dieses Album „When A Shadow Is Forced Into The Light“ seine ganz persönliche Aufarbeitung der Trauer und seines Verlustes.
Damit sollte auch klar sein dass die Songs sich im langsamen Tempo abspielen, das Ganze sehr melodisch geraten ist und nur dezent eine Death Metal Growl Stimme dazukommt um den Hass oder die Verzweiflung zu unterstreichen. Nein, Frohsinn kommt wahrlich nicht auf wenn ich „When A Shadow Is Forced Into The Light“ höre. Und leider muss ich auch sagen, dass nicht jeder Song so gut daherkommt wie der Titeltrack oder „Upon The Water“. Manchmal plätschert ein Song vor sich hin und ich warte auf eine Überraschung oder Wendung oder Variation. Aber nichts passiert.
So bleibt ein überdurchschnittliches Album von SWALLOW THE SUN, für das ich in der richtigen Stimmung sein muss um es genießen zu können. Dieser Mix aus Melodic Metal und Doom mit gelegentlich Grunz Lauten passt nicht zu jeder Lebenslage.

Fazit
Melodischer Doom Metal, der sich nicht zum Autofahren eignet.
10
von 15
Gediegen
Not everyone likes Metal - Fuck them!!!