Warum soll ich Vader fragen? Ich rufe Yoda an! Okay, der Kalauer war lahm, doch bei den Schweden ÅSKVÄDER musste ich wegen des Bandnamens dauernd an „Star Wars“ denken. Doch der Begriff ist schwedisch und bedeutet auf Deutsch Gewitter. Auch nicht schlecht, oder?
Na ja, „Wax“ ist das dritte Album der mir vorher unbekannten Gruppe. Neu an Bord bei den drei Herren mit den Oberlippenbärten ist Sängerin und Gitarristin Saga Flygare. Wie die Truppe früher klang, kann ich nicht sagen, aber das hier ist gut gemachter Hard Rock im Sound der Siebzigerjahre, was Produktion und Härtegrad angeht. Die Produktion ist angenehm transparent und klingt nicht nach Plastik, was heute ja selten ist, bei solch einem Stil aber zum guten Ton gehört.Das gesamte Material ist nicht schlecht, gut am Stück konsumierbar und oft mit einer Spielzeit von nur zwei bis drei Minuten pro Song ausgestattet. Am Ende ist der Titelsong „Wax“ mit vier Minuten ein Ausreißer, was die Laufzeit angeht. Die sehr melodischen Tracks sind gerne im Midtempo gehalten und haben einen unaufdringlichen Charme, der sicherlich etwas für Retro-Rock-Fans ist.
Insgesamt ist mir die Musik auf Dauer doch etwas zu zahm, und mir fehlen hier auch die richtigen Hits.