Die britische Blues Rock-Sängerin und Gitarristin JOANNE SHAW TAYLOR habe ich ja schon mehrfach auf meinem Plattenteller gehabt und auch schon hier besprochen. Die 41-Jährige ist stilistisch enorm breit aufgestellt und seit ein paar Jahren beim Label Journeyman Records untergekommen, dem niemand Geringeres als JOE BONAMASSA vorsteht. Vor knapp anderthalb Jahren erschien ihr schon zehntes Album „Black And Gold“ (siehe Review), dem jetzt wiederum der Nachfolger „The Trouble With Love“ folgt.
Das wird gleich vom schönen und lockeren Titelsong eröffnet, wobei hier JB ein grandioses Gitarren-Solo beisteuert. JOANNE SHAW TAYLOR`s Stimme ist wie geschaffen für diese Musik und klingt mal soulig kräftig wie im knackigen „Hell Or High Water“, das mit einer wunderbaren Slide-Guitar und Gospel-Chören glänzt, die direkt aus den Südstaaten und den dortigen Baumwollfeldern stammen könnten und dann wiederum weich und einfühlsam. Und dann ein Song wie „This Is Who I Am“, bei dem mir unweigerlich ein James Bond in den Sinn schießt, das könnte ein wunderbarer Titelsong für den britischen Agenten sein. Schaut der Fan jedoch genauer hin, ist dieses Lied ein Cover, das schonmal für eine Serie benutzt wurde, und zwar für die Thriller-Serie „The Day Of The Jackal“ und stammt im Original von CELESTE. Hier kommt jedoch noch eine deutliche Portion Pathos und Bombast dazu, so dass der Vergleich zu Bond naheliegt. Auch Balladen mit dieser feinen Country-Note beherrscht die in Nashville lebende Britin, wie etwa „Tired Of Being Right“ oder „The Girl That You Loved Before“ (siehe Video) eindrucksvoll beweisen. So wird diese Platte zu keinem Zeitpunkt langweilig, sondern unterhält weiterhin mit tollen Songs wie den flotteren „Bad Boy“ oder „What Good Is My Love?“ (mit Gast ORIANTHI).