Mit „No Safe Place“ legen OPPRESSION ihr Debüt vor und machen von Beginn an klar, wohin die Reise geht. Ohne großes Vorgeplänkel setzt die französische Band auf geradlinigen Black Metal, der von Geschwindigkeit, Aggression und einer Prise Melodie lebt. Dass OPPRESSION bewusst einen direkten Gegenpol zu vielen atmosphärisch geprägten Veröffentlichungen schaffen wollten, ist dem Album deutlich anzuhören. Handwerklich ist das alles absolut in Ordnung. Die Songs sind sauber eingespielt, der Gesang überzeugt mit seiner brachialen Intensität, und auch das Songwriting besitzt ein solides Fundament. Immer wieder lockern melodische Momente das Geschehen auf, ohne den rauen Charakter des Albums zu verwässern.Mit einer Spielzeit von gut 40 Minuten zieht die Band ihr Konzept konsequent durch. Inhaltlich beschäftigen sich die Texte vor allem mit Religion und gesellschaftlichen Entwicklungen, was gut zur kompromisslosen Ausrichtung der Musik passt. Allerdings stellte sich bei mir bereits nach dem ersten Hördurchgang die Frage, wie viel davon wirklich hängen bleibt. Das Album funktioniert, doch der Funke wollte bei mir nicht so recht überspringen. Beim zweiten Durchlauf fielen mir dann auch die Schwächen im Sound stärker auf. Das Intro erzeugt zunächst eine stimmige Atmosphäre, wird für meinen Geschmack aber durch das früh einsetzende Schlagzeug etwas gebrochen. Überhaupt wirkt das Drumming stellenweise etwas unrund und nimmt den Songs eher den Fluss, als dass es sie nach vorne treibt. Hinzu kommt, dass dem Sound im Bassbereich etwas Druck fehlt. Dieser gewisse „Rums“, der die Riffs noch wuchtiger wirken lassen würde, bleibt häufig aus. Schade eigentlich, denn einzelne Passagen – allen voran im Opener – zeigen durchaus, welches Potenzial in der Band steckt.
OPPRESSION – No Safe Place
Fazit
Fazit: OPPRESSION liefern ein solides, handwerklich starkes Debüt, das trotz guter Ansätze zu selten wirklich zündet.