Es gibt ja reichlich Bands mit dem Wort „Wicked“ im Namen, z.B. WICKED SENSATION, WICKED PLAN, WICKED DISCIPLE oder auch WICKED LEATHER…aber nur eine Band namens „nur“ WICKED, und die kommt aus New York und verwöhnt meine Ohren schon länger mit astreinem Gute-Laune-Rock mit starken Sleaze- und Glam-Anleihen. So auch beim neusten Album „Go Rebel“, das mit 13 neuen, melodischen Hymnen aufwartet. Das Quartett um Frontmann Chad Michael macht mir viel Spaß und mit dem nunmehr dritten Album „Go Rebel“ auch gar nicht so viel verkehrt. Wenn ich nach einem Haar in dieser coolen Suppe suchen müsste, wäre es vielleicht die nicht vorhandene große Abwechslung in Sachen Song-Aufbau sowie die vorherrschende Mid-Tempo-Stücke. Denn bis auf die abschließende Ballade „Till You`re In Love“ gehen die Herren zwar auf „Nummer Sicher“, was aber nicht darüber hinwegtäuscht, dass sich die Songs unmittelbar in Tanzbeine und Mitsing-Modi aufzwängen. Jawoll, hier rockt und rollt es also an allen Enden, wobei mir auf Dauer vielleicht die berühmten Ecken und Kanten bei den US-Boys fehlen. Ausnahme ist das echt fetzige „Bones“ (siehe Video), dass ordentlich reinknallt! Schade jedoch, dass bei der bald stattfindenden Europa-Tour Gigs in Deutschland nicht vorgesehen sind.
WICKED – GO REBEL
Fazit
Ein Album, dass zwar Spaß und Laune macht, aber auch keine großen Nachwirkungen mit etwa zwei „Hits“ mehr hinterlässt. Solide Hardrock-Kost made in USA, nicht mehr, aber auch ganz bestimmt nicht weniger!