IRONFLAME – WORLDS TO CONQUER

Artist

Ironflame

Albumtitel

Worlds To Conquer

Genre

Heavy Metal

Andrew D´Cagna ist wohl das, was man früher den „Hans Dampf in allen Gassen“ genannt hat. Erneut hat der Multiinstrumentalist nicht nur die Musik und die Texte im Alleingang geschrieben, er hat sie auch alleine eingespielt und eingesungen, seine Gitarristen haben lediglich die Gitarrensoli ergänzt. Zudem hat er das Album alleine produziert und diesmal auch den Mix und das Mastering übernommen.

Der Frontmann ist ein absoluter Heavy Metal Maniac, der auch noch in anderen Bands aktiv ist: Bei ICARUS WITCH singt er seit 2018, bei COLDFELLS übernimmt er Bass, Drums und den Gesang, bei NECHOCHWEN ebenfalls Bass und Drums sowie die backing vocals. Und dann gibt es ja noch die Rock-Band BRIMSTONE COVEN, wo er den Bass bedient. Mit jeder Band spielt Andrew in einem anderen Genre. Andrews Priorität liegt aber bei IRONFLAME.

Die Band aus dem US-Bundesstaat Ohio hatte zuvor bereits fünf Alben aufgenommen, die allesamt ein recht hohes Niveau aufweisen: „Lightning Strikes The Crown“ (2017), „Tales Of Splendor And Sorrow“ (2018), „Blood Red Victory“ (2020), „Where Madness Dwells“ (2022) und „Kingdom Torn Asunder“ (2024). Bemerkenswert an der neuen Scheibe ist, dass die Musik bereits 2023 aufgenommen wurde, ein Jahr, ehe die letzte Scheibe erschien, der Gesang 2024 und die Gitarren 2025.

Kommen wir zu dem aktuellen Album „Worlds To Conquer“. Grundsätzlich haben wir es hier mit einem traditionellen US Power Metal- Album zu tun. Das Faszinierende daran ist jedoch, dass es von der Produktion her nicht retro sondern zeitgemäß klingt. Dazu kommen Blast-Speed-Parts bei den Drums bei „Night Comes In“, „Shadow Slave“ und „Valhalla Is Calling“, was nun wirklich ungewöhnlich für das Genre ist. Im Vergleich zum Vorgänger „Kingdom Torn Asunder“ ist die neue Platte nicht so verspielt, teilweise weniger melodisch, dafür von den Gitarren wesentlich aggressiver und bissiger. Zudem sind die MAIDEN- Elemente der vergangenen Scheiben in den Hintergrund getreten.

Der Opener „Night Closes In“ überzeugt mit seinen galoppierenden Riffs während „Legion Of Fire“ super-aggressiv rüberkommt, speziell die Drums haben einen sehr heavy punch. „Dynasties Fall“ bietet dann erstmal etwas Zeit zum Verschnaufen und erinnert von den Melodien etwas an VISIGOTH, während „Where Cauldrons Burn“ ein wenig an HAMMERFALL denken lässt. „Shadow Slave“ ist ein Midtempo-Stampfer, der mit seinen kraftvollen und dynamischen Melodien irgendwie gut in den Sommer passt. Das harmonische Solo-Duell erinnert an glorreiche JUDAS PRIEST-Zeiten und der darauffolgende Blast-Speed-Part sorgt für eine angenehme Überraschung. „Crimson Shores“ erhöht passenderweise das Tempo ein wenig während „Valhalla Is Calling“ ein gelungener Fistraiser mit starken Melodien und klasse Riffs geworden ist. Das abschließende Titelstück bündelt dann noch einmal alles, wofür IRONFLAME stehen und rundet ein starkes Album ab, dem lediglich der ein oder andere Ohrwurm fehlt.

Hinweis: Die CD wird den Bonustrack “Death´s Immortal Flame” enthalten, die angegebene Spielzeit berücksichtigt diesen Song jedoch nicht, da er für dieses Review nicht zur Verfügung stand.

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Infos

Release

14.08.2026

Laufzeit

40:49 Minuten

Label

High Roller Records

Fazit
IRONFLAME- Fans können bedenkenlos zugreifen doch auch Trad Metal- Anhänger, die mit einem zeitgemäßen Sound leben können, sollten reinhören.
12
von 15
Edelstahl
Let the Metal flow!
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