Die Schweden CREYE haben bisher drei Alben in völlig wechselnden Besetzungen aufgenommen, wobei immer Bandboss und Songwriter Andreas Gullstrand (Gitarre) die Fäden in der Hand hatte. Auch beim neuen Studiowerk „IV: Aftermath“ gibt es eine komplett neue Besetzung! Vier Alben, vier Sänger, das ist krass. Der neue Sänger Simo Böös passt gut zum modernen AOR der Truppe der jetzt noch mehr Popaffinität als früher hatte. Das ist dann auch recht gut gemacht, so dass die Lieder wirklich Laune machen und in extrem eingängige Tracks mit hohem Keyboardanteil münden die voll nach AOR tönen, aber nicht nach hinten schauen, sondern mit beiden Beinen im Jahre 2026 stehen. Der Sound ist transparent und alle Instrumente haben hier genug Platz bekommen. Die Gitarre hat keine Alibifunktion, sondern setzt ab und an auch Akzente. Auch wenn CREYE mit dieser Scheibe bei mir wieder wie ein Newcomer klingen und ich wenig an alte Veröffentlichungen der Truppe denken muss, haben sie hier einen guten Job gemacht. Was ihnen wirklich fehlt ist etwas der Wiedererkennungswert den andere, länger gediente Acts wie ECLIPSE oder CRAZY LIXX schon haben. Live spielen die Jungs wohl auch ab und an, so dass dies hier keines dieser Studioprojekte scheint. Mit einer festen Besetzung wären CREYE sicherlich noch besser.
CREYE – IV: Aftermath
Fazit
Modern AOR in mal wieder neuer Besetzung und mit typischem 08/15 Artwork aber mit guten Songs und einem positiven Pop-Appeal!