Die Schweden von THE QUILL stehen jeher für abwechslungsreichen und klassischen Hardrock bzw. Heavy Rock alter Schule. Es wäre auch zu schade, wenn sich das bei dem neuen Album „Master Of The Skies“ ändern würde, oder? Die Band hat ja eine bewegte Vergangenheit mit vielen Hochs und Tiefs. Aber seit Sänger Magnus Ekwall hinter dem Mikroständer steht funzt alles, was nicht allein mit regelmäßigen Veröffentlichungen bzw. mit den Re-Releases der ersten Alben in den letzten Jahren zu tun hat. Wir haben ja schon öfter über diese ganz hervorragende Band berichtet, ihr könnt ja mal über unsere Such-Funktion stöbern. Ich bin ja auch ehrlich gesagt ein Fan dieser Truppe und verstehe nicht, warum das Quartett aus Mönsterås nicht viel berühmter ist.
Das neue Album hört auf den schönen Titel „Master Of The Skies“, der allein beim Cover-Artwork perfekt umgesetzt wurde. Schon beim genialen Opener und Titelsong, „Lights Turn Low“ oder auch „Dark City“ wird schnell klar, dass THE QUILL nie näher an den Doom-Masters BLACK SABBATH mit Ozzy dran waren! Aber kein THE QUILL-Album ohne Überraschungen, so beginnt „You Can Not Kill My Soul“ mit einem Sound wie früher bei SIMON & GARFUNKEL und beim Intro von „It`s Over“ schießt mir sofort DAVID BOWIE in den Sinn, bevor es dann wieder mit Doom und Ozzy-mäßigem Gesang weitergeht! Das ist schlichtweg einfach unglaublich stark, was hier geboten wird! Ich weiß, dass genau diese Mischung aus zwei so extremen Genres nicht jedermanns Sache sein kann, aber ich genieße genau die großen stilistischen Unterschiede wie beim federleichten „Son Of Lights“ und dem folgenden, düsteren und schweren „If Tomorrow Never Comes“ sehr! In beiden Fällen passen die Melodien und die gewissen Stimmungen in den Liedern! Sehr intelligenter Heavy Rock mit Liebe zum Detail und hohem Anspruch!