METAL CHURCH – Dead To Rights

Artist

Metal Church

Albumtitel

Dead To Rights

Genre

US-Heavy Metal

Als langjähriger Fan von METAL CHURCH, der seine Jugend musikalisch vor allem mit Mike Howe (RIP) verbracht hat und später auch den ersten Sänger David Wayne (RIP), sowie dessen Alben zu schätzen lernte, habe ich mich mit den späteren Inkarnationen der Band um das letzte verbliebene Gründungsmitglied Kurdt Vanderhoof an der Gitarre nur noch wenig beschäftigt. Das Letzte, was ich nach dem tragischen Suizid 2021 des zurückgekehrten Mike Howe noch wahrnahm, war ein neues Line-Up mit Sänger Marc Lopes. Ihn schätze ich zwar grundsätzlich, doch in meinen Ohren passte er nur bedingt zu METAL CHURCH, und auch die Musik traf nicht mehr wirklich meinen Geschmack.

Daher überraschte es mich kaum, als vor einiger Zeit die Nachricht kam, dass METAL CHURCH mit einem brandneuen Line-up zurückkehren – und was für einem: eine echte Allstar-Besetzung mit drei neuen Musikern. Am Schlagzeug sitzt Ken Mary (FIFTH ANGEL, FLOTSAM & JETSAM), am Bass Dave Ellefson (Ex-MEGADETH), und am Mikrofon steht Brian Allen (Ex-VICIOUS RUMORS). Gerade Allen habe ich immer sehr geschätzt und bedauert, ihn nicht länger bei VICIOUS RUMORS zu hören. Nun singt er auf dem mittlerweile 14. Studioalbum „Dead To Rights“ – und seine Stimme passt mit einer Mischung aus David Wayne und Mike Howe erstaunlich gut zu METAL CHURCH. Ich lehne mich sogar so weit aus dem Fenster zu sagen: „Dead To Rights“ ist für mich das beste METAL-CHURCH-Album seit „Hanging In The Balance“ von 1993. Ja, auch die Comeback-Alben mit Mike Howe waren stark, aber dieses hier legt noch einmal eine Schippe drauf. Das Album bietet eine kongeniale Mischung aus rohem Heavy Metal und einer Prise Thrash. Vanderhoofs Produktion, kombiniert mit Mix und Mastering von Zeuss, sorgt für einen zeitlosen Sound. Balladen sucht man hier vergeblich, stattdessen gibt es jede Menge Uptempo-Material. Die Band klingt hungrig, aggressiv und hochmotiviert; jede Note und jedes Riff sitzt perfekt. Die Rhythmussektion agiert dabei unglaublich homogen. Selbst das leicht modern anmutende Artwork gefällt mir viel besser als diverse Artworks der Vergangenheit.

Unter den zehn Songs, die zwischen drei und sechs Minuten lang sind, findet sich kein Füllmaterial, und auch im letzten Drittel des Albums gibt es keinen Qualitätsabfall – etwas, das man bei vielen Veröffentlichungen leider oft erlebt. Mit jedem weiteren Durchlauf entdecke ich neue Facetten, und zahlreiche Refrains haben sich längst dauerhaft in meinem Kopf festgesetzt.

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Infos

Release

10.04.2026

Laufzeit

47:18 Minuten

Label

Reaper Entertainment / Warner

Fazit
So muss zeitloser Heavy Metal made in USA klingen! Hoffentlich bleibt dieses Line-Up noch lange zusammen.
13
von 15
Hervorragend
"Ein Gitarrenriff sollte nie länger sein, als es dauert, eine Bierflasche zu köpfen.“ Lemmy Kilmister (Motörhead)
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