Seit ihrer Gründung im Jahr 2009, damals noch als Schülerband, haben die Skandinavier TEMPLE BALLS bereits vier Studioalben, eine EP sowie eine Compilation veröffentlicht. Nun erscheint mit „Temple Balls“ ihr fünftes, selbst betiteltes Werk. Überschattet wird die Veröffentlichung vom tragischen Krebstod ihres langjährigen Gitarristen Niko Vuoerla, der im Oktober 2025 verstarb – RIP!. Musikalisch knüpft das neue Album nahtlos an „Avalanche“ (2023) an. Geboten wird druckvoller, zeitgemäßer Metal mit einer dezenten Glam-Rock-Schlagseite, eingängigen Melodien, hohem Tempo und der markanten, mittelhohen Stimme von Arde Teronen. Die geradlinigen Drei-Minuten-Hymnen zünden sofort, machen Spaß und sind durchaus massenkompatibel – prädestiniert für große Bühnen. Die Songs besitzen Biss und enormes Ohrwurmpotenzial, was insbesondere der dritte Track „Tokyo Love“ eindrucksvoll unter Beweis stellt. Zwar erfinden Temple Balls das Genre nicht neu, doch sie verstehen es, ihre Musik so energiegeladen und mitreißend zu präsentieren, dass sie nachhaltig im Gedächtnis bleibt. Wer Bands wie H.E.A.T., ECLIPSE oder mittelalte EDGUY Alben mag wird hier Spaß haben! Live könnte ich mir vorstellen, dass die Jungs hier richtig Gas geben könnten.
TEMPLE BALLS – TEMPLE BALLS
Fazit
Starke Scheibe, die den ebenfalls verdammt guten Vorgängeralben in nichts nach steht!