Der britische Bluesrock-Musiker, Gitarrist und Sänger DANNY BRYANT veröffentlicht mit „Nothing Left Behind“ nicht nur sein 15. Studioalbum, sondern auch sein bisher persönlichstes und deshalb ganz bestimmt auch sein emotionalstes! Ihr müsst euch nur mal ältere Fotos des mittlerweile 45-jährigen Gitarristen anschauen und mit seinem aktuellen Aussehen vergleichen. Er hat nämlich geschätzt etwa 30kg abgenommen, wobei er seine frühere Alkoholsucht vor gut zwei Jahren öffentlich gemacht hat und den Kampf gegen seine Dämonen jetzt in einigen Songs thematisiert. Von seiner Stimmkraft und Gitarren-Kunst ist dabei Gottlob nichts verloren gegangen und die Platte klingt auch überhaupt nicht negativ, ganz im Gegenteil! Vielleicht rührt diese positive Energie und Kraft auch daher, dass uns ein echtes Band-Album vorliegt, wie es Danny selbst betont. Und ein abwechslungsreiches außerdem, denn von Southern Rock wie bei „Swagger“ mit saucooler Wah-Wah-Gitarre, Gitarren-Rock wie beim dynamischen Opener „Tougher Now“ oder Blues basierten Rockern wie etwa „Three Times As Hard“ bieten die elf Songs ein sehr breites Soundbild. Auch die ruhigeren Töne beherrscht der Brite mit seiner Band, was Songs wie das intensive „Enemy Inside“ oder die lässige Ballade „Nothing Man“ beweisen. Mit „Heartwave Heartbreak“ als Rausschmeißer geht es dann nochmal in traditionelle, instrumentale Blues-Gefilde und so eine großartige Ballade wie „Just For You“ habe ich lange nicht gehört, wirklich absolute Extraklasse! Nicht alle Songs wurden von Danny alleine komponiert, so war sein Partner und Gitarrist Marc Raner an einigen Stücken beteiligt, der auch das Album produzierte. „Not Like The Others“ wurde sogar von Marc Raner komponiert und co-getextet. Außerdem gibt es mit „Nothing Man“ noch ein Springsteen-Cover, das es meiner Meinung nach aber nicht gebraucht hätte.
DANNY BRYANT – NOTHING LEFT BEHIND
Fazit
Ganz großes, umfassendes und abwechslungsreiches Rock-Kino, dass den Blues nur als Grundlage benutzt!