Mit dem zweiten Studioscheibchen „Dreamcatcher“ und neuem Label im Rücken haben sich die süddeutschen Hard Rocker FIREBORN um Frontfrau Jennifer Gruber nach dem gutklassigen Debüt „Reflections“ 2023 noch mal gesteigert. Auch wenn das nicht schlechte Artwork vom bekannten Artwork Künstler Gyula Havancsák mit der Sängerin als Motiv eines gefallenen Engels mich eher an Symphonic Metal erinnert, was die Band definitiv nicht spielt, ist sonst alles beim Alten geblieben!
FIREBORN stehen für kernigen, modernen Hard Rock mit weiblicher, rauchiger Stimme. So eine Art junge Bonnie Tyler des Hard Rock. Mit amtlicher Produktion von Bandmentor Schmier (DESTRUCTION) zusammen mit dem Schweizer Produzentenguru V.O. Pulver (POLTERGEIST und GURD Musiker) in den Little Creek Studios gezimmert. Dazu kommen jede Menge starker Refrains, beide Musiker übrigens waren auch Backing Sänger für das Album. Ohne Intro und Firlefanz knallt der Opener „Dancing With The Villain“ rein und ist schon direkt mal ein Ohrwurm, wobei hier noch einiges geboten wird, der Härtegrad variiert auch mal und die Grenzen zum Metal verschwimmen wie beim wuchtigen „Crisis Of Youth“ Das Stück knallt ohne Ende und kann teils mit derben Vocals auftrumpfen. Hier wird sich zum Glück nicht dem Mainstreamradio angebiedert, aber die ganzen Rockradios, die den ganzen Tag gefühlt die immer gleichen, sich kaum abwechselnden Lieder spielen, müssten endlich mal NEUE Bands wie FIREBORN hier in die Heavy Rotation nehmen und nicht erst wenn es eine Combo geschafft hat. So müssen sich FIREBORN wahrscheinlich live den Hintern abspielen, wobei die nicht kitschige Powerballade „Little Wanderer“ eigentlich alles hat, was ein Rockradio braucht! Dass die Band 2026 mehr Hard Rock und Metal Elemente im Programm hat und weniger Mainstream / Modern Rock Elemente als früher bietet ist mir positiv aufgefallen, aber das mag jeder anders sehen. Ich entdecke mit jedem Durchlauf neue Facetten an dem Werk und bin mir sicher, dass die Truppe mit solch starken Liedern um einiges bekannter wird!