2016 landete ich mehr oder minder zufällig auf dem Tuska Festival in Helsinki. Auf einer der kleinere Bühnen spielte eine mir unbekannte Band, und da das Bier unfassbar teuer war entschied ich mich „Man With A Mission“ kennenzulernen anstatt mir die Hucke voll zu saufen.
Es erwartete mich ein Quartett aus Japan mit Wolfs Masken auf dem Kopf, und die Jungs konnten mir ihrem mitreißenden Sound für mächtig Stimmung sorgen.
Etwas später relativierte sich meine anfängliche Begeisterung. Denn je tiefer ich mich in das Material reinhörte desto mehr musste ich einsehen dass die Mischung aus mainstreamigen Rock und gelegentlichen NU Metal Einflüssen doch oftmals sehr beliebig und austauschbar klangen. Obendrauf teilen MAN WITH A MISSION das gleich Schicksal wie viele andere Bands aus Japan: in ihrer Heimat sind sie (Super) Stars, doch außerhalb kennt man sie nicht wirklich. Bei unserem Wolfsrudel muss man noch hinzufügen, dass sie in Nordamerika schon Erfolge feiern konnten, was die vier Live Mitschnitte auf diesem Album eindrucksvoll belegen.
Die vier neuen Songs vorab zeigen die Bandbreite von MAN WITH A MISSION, mit all den Höhen und Tiefen die der recht durchschnittliche Rock eben so mit sich bringt. Es fehlt einfach das gewisse Extra das die vier Japaner aus der Masse hervor hebt.