Diese vierte Platte der Schweizer Modern-Thrasher BROKEN FATE hat mir mein Kumpel Thor zukommen lassen, weil er meinte dass die Mucke eventuell was für mich sei. Ok dachte ich, ich höre mal rein, vielleicht hat er ja recht, obwohl Thrash Metal nicht unbedingt mein bevorzugtes Genre ist. Aber diese Band ist vielseitiger, denn ihr Stil beinhaltet zusätzlich ne ordentliche Portion Nu Metal, Metalcore, Rock und ganz bestimmt auch viel vom klassischen Heavy Metal! Und obwohl die Luzie zumeist ordentlich abgeht, Sänger Tobias John Bänteli sowohl growlt als auch in Normal-Lage singt und fette Riffs an der Tagesordnung sind, gibt es immer sehr melodische Momente sowie tolle und lange Gitarren-Parts. Diese recht ungewöhliche Mischung funktioniert für meinen Geschmack tadellos, auch wenn sich ein Song wie „Majority“ deutlich an den frühen METALLICA orientiert. Das gibt die Band aber auch unumwunden zu, bezeichnet ihn sogar als ihr METALLICA-Tribut. Hörbar übrigens nicht nur durch den Gesangsstil mit den gezogen betonten Endungen à la James Hetfield, den ja auch VOLBEAT-Frontmann Michael Poulsen perfekt beherrscht und sehr gerne benutzt. „Blue Horizon“ (siehe Video) geht als Ballade durch, die trotzdem ne Menge Power ausstrahlt. An den vielen herrlichen Gitarren-Solos von Yannick Staub kann ich mich nicht satthören, erinnern mich teilweise gar an IRON MAIDEN und sind für mich ein sehr wichtiger Bestandteil des gelungenen Band-Sounds! Die Ausnahme bildet „No Mercy“, der titelgerecht auf technische Mätzchen verzichtet und einfach nur dem Hörer voll auf die Zwölf haut…einfach, aber effektiv! So werde ich bei jedem Song neu überrascht, das Quartett will sich einfach nicht festlegen (lassen), was ich als Stärke ansehe. „That`s The Hard Way“ könnte dann auch auf jeder Scheibe der schon erwähnten VOLBEAT Platz finden, aber auch die haben ja bekanntlich berühmte Einflüsse, die sich mit denen von BROKEN FATE teilweise offensichtlich decken. „Different“ heißt nicht nur so, denn hier handelt es sich um ein bockstarkes Instrumental mit mehreren „Gesichtern“! Also Thor, danke sehr für dieses fette Album und den Rat!
BROKEN FATE – HORIZON

Fazit
Eine moderne, facettenreiche, verdammt groovige, fette und mega abwechslungsreiche Metal-Scheibe, die begeistert! Das könnte jetzt sogar für einen internationalen Durchbruch reichen!