Der britische Rocksänger JOHN LAWTON (R.I.P.) war eine der prägendsten Stimmen im Rock- bzw. Hardrock-Sektor! Dass er dabei eine enge Bindung zu Deutschland hatte, gehört zu seiner Geschichte dazu. Denn der 2021 verstorbene Sänger war nicht nur Mitglied der LES HUMPHRIES SINGER, sondern schloss sich 1970 auch der Prog-Truppe LUCIFER`S FRIEND an, denen er bis 2019 die Treue hielt. Weltberühmt wurde er allerdings mit seinen Arbeiten mit und für URIAH HEEP, wobei er die Alben „Firefly“, „Innocent Victim“ (mit dem Welt-Hit „Free Me“) sowie „Fallen Angel“ eingesungen hat. Da er eine enge Freundschaft zu KEN HENSLEY pflegte, trat er auch später immer wieder mit URIAH HEEP auf, sang die KEN HENSLEY-Soloalben ein und wirkte bei dessen All Star-Singer Projekt „Blood On The Highway“ mit. Sein Markenzeichen war dabei immer diese einzigartige, soulige Stimme mit hohem Wiedererkennungswert.
Nun gibt es das Re-Release seines ersten Soloalbums „Heartbeat“, dass in Deutschland 1980 unter dem Titel „Hardbeat“ erstmalig erschien. Hier rockt JOHN LAWTON mit einer positiv lockeren Attitüde und weniger hart, als bei seinen o.g. Engagements, wie u.a. beim Titelsong (siehe Video), dem schönen Opener „Lola“ (kein KINKS-Cover!) oder „Return To Sender“ (auch kein ELVIS-Cover!). Eigentlich hätte es auch ein weiteres LUCIFER`S FRIEND-Album sein können, denn an den Aufnahmen waren die wichtigsten Mitglieder der deutschen Prog-Band beteiligt, einschließlich Gitarrist Peter Hesslein. Stilistisch war man jedenfalls in der Schnittmenge melodischer Hardrock und AOR unterwegs. Wie es sich für ein ordentliches Re-Release gehört, kommt die vollständig remasterte Neuauflage mit insgesamt drei Bonus-Tracks, u.a. der B-Seite der Titel-Single „It`s Alright With Me“.