Wieso sollte man etwas ändern, wenn es funktioniert? Dachten sich weiland in 2016 vielleicht auch die Italiener von BAPHOMET´S BLOOD und machten auf „In Satan We Trust“ genau das, indem sie dem zuvor astreinen Speed Metal räudige Thrash-Elemente und einen Kanister MOTÖRHEAD-Spirit hinzufügten. Klingt jetzt nicht abwegig, erzeugt aber eine gewisse Fallhöhe. Überprüfbar wird das jetzt als Re-Release, erstmals übrigens auch auf CD.
Nach einem etwas zu lang gewählten Intro geht es dann auch direkt mal voll auf die Zwölf. Der an die Positionen zwei bis vier gesetzte Dreier aus dem Titeltrack, „Hellbreaker“ und „Underground Demons“ macht keinerlei Gefangene. „Triple Six“ im Anschluss stinkt da schon fast ein wenig ab, während „Whisky Rocker“ und „Eleg“ dann noch einmal richtig abräumen – und das gerade weil sie die eingangs beschriebene Mixtur auf die Spitze treiben. An zwei Punkten könnte das Projekt Soundneujustierung jetzt noch scheitern. Da wäre die Produktion. Schließlich ist das hier kein reiner Speed Metal mehr. Sorgen sind jetzt aber unberechtigt, denn die Platte klingt knochentrocken, druckvoll und mit dem gewissen Schuss Straßendreck aus den heimischen Boxen. Passt also. Genauso wie der Gesang von Necrovomiterror, der rau und kräftig ins Mikrofon röhrt und nebenbei auch noch passenderweise den Bass bedient. Zählen wir also mal zusammen: Evolution gelungen, das Gesamtprodukt überzeugt und der Nacken schmerzt. Geht also vollkommen klar.