Die CLIMAX BLUES BAND wurde ja schon 1968 gegründet, ist aber seitdem bis heute immer noch aktiv und auch noch fleißig an der Live-Front aktiv! Klar, von den Gründungsmitgliedern ist niemand mehr dabei, wobei auch schon mehrere von ihnen mittlerweile verstorben sind, wie z.B. Sänger Colin Cooper. Die britische Gruppe nahm 2019 sogar mit „Hands Of Time“ nochmal ein neues Studioalbum auf, das sogar in den USA und UK in den Charts vertreten war. Überhaupt war die CLIMAX BLUES BAND in den 70er und 80er Jahren gerade in den USA kommerziell sehr erfolgreich! Aber auch bei uns in Deutschland genießen die Briten einen ganz hervorragenden Ruf in der Blues Rock-Szene.
Jetzt gibt es beim deutschen Label Repertoire Records eine feine Compilation der CLIMAX BLUES BAND mit dem Titel „Cutting Up Rough“, die die Jahre zwischen 1978 und 1994 in den Fokus rückt. Es war die Phase, in der die Gruppe auch mal mit beim Blues untypischen Instrumenten und Stilelementen wie Synthis und elektronischen Effekten experimentierte, wie etwa bei „Gotta Have More Love“ (siehe Video) bewiesen wird. Das funktionierte aber ganz hervorragend und führte auch bei anderen Gruppen zu einem Nachahmungs-Effekt. So gibt es insgesamt 17 Stücke der CLIMAX BLUES BAND wie, neben dem erwähnten Song das obligatorische „Cuttin` Up Rough“, „Long Distance Love“ oder „Couldn`t Get It Right“ im über 6 Minuten langen Extended Mix aus dem Jahr 1988! Als schöne Zugabe gibt es auf der zweiten CD ein komplettes Konzert aus Miami, das 1979 stattfand und die Band ihr Können mit längeren Improvisationen etwa bei „Whatya Feel“ (fast 10 Minuten lang) unter Beweis stellte. Hier jedoch wie immer an dieser Stelle die komplette Setlist dieser Live-Aufnahme:
-Money In Your Pocket
-Summer Rain
-America/Sense Of Direction
-Evil
-Fallen In Love (For The Very First Time)
-Seventh Son/Mojo
-Whatya Feel
-All The Time In The World/Get Back
Mein Fazit: Coole Sache für Fans und kleiner Blues-Geschichtsunterricht in einem!