Seit 1987 lärmen die Death-Metal-Musiker von NUNSLAUGHTER schon mit ihrer blasphemischen Musik, und ich habe bisher noch nie einen Song der Teufelsanbeter gehört. Ich muss zugeben, dass ich den Bandnamen und den ganzen Satanskäse mit Titeln wie „Jesus Fucking Dies“, „Lucifer The Light“ und „Spear Of Satan“ als bekennender Atheist (nein, nicht die Band!) wie bei ähnlichen Acts recht albern bis daneben finde. Es wäre viel spannender zu sehen, was passieren würde, wenn sich solche harten Jungs wie WATAIN, MAYHEM oder NUNSLAUGHTER mal an einer anderen großen Religion „abarbeiten“ würden, aber dann wäre die Hölle wirklich offen. Aber lassen wir das.
Das Artwork ist dabei dann ein wirklicher Hingucker und hat richtig Klasse, so muss Death Metal aussehen! Unglaublich groß ist die Diskografie der Amerikaner, gespickt mit Demos, EPs, Livealben und Splits. Doch „Satan Chaos Legions“ ist erst das sechste Studioalbum der Formation! Die Musik ist echt gut. Die Länge der Songs und die Machart erinnern mich zeitweise an die Punk- und Hardcore-Szene, da hier unheimlich viele geradlinig heruntergekloppte Songs an Bord sind, mit Laufzeiten von ein bis zwei Minuten. Lediglich zwei Lieder überschreiten die Drei-Minuten-Marke!
Im Grunde geht das Material immer gut nach vorne und knallt. Die Riffs haben Durchschlagskraft, und es gibt auch ein paar schleppende Passagen, die das Ganze gut auflockern. Auch die vorhandenen Elemente des Heavy und Thrash Metal (sehr auffällig bei „Cathedral Of Stench“) mischen die Chose noch mal gut durch, wobei Frontmann Donald Crotsley alias Don Of The Dead zu den Death-Metal-Vokalisten mit Charisma gehört, die man auch versteht. Wer auf guten Old-School-Death-Metal mit Satanistenimage abfährt, ist hier goldrichtig, wobei auch die Produktion stimmt und weder zu altbacken noch zu modern tönt.