Oh wie schön, dass jetzt mit „Red Dirt Town“ das zweite Album der deutsch-amerikanischen ALLEN-FORRESTER BAND vorliegt. Denn schon das selbstbetitelte Debüt vor drei Jahren deutete an, zu welchen Großtaten diese Gruppe in der Schnittmenge aus Southern Rock, Blues, Americana und Roots fähig ist. Grundsolider, melodischer Rock mit feinen Hammond-Orgel-Klängen von Simon Oslender, die sich wunderbar mit den Gitarren der beiden singenden, amerikanischen Frontmännern Josh Allen und Ben Forrester verstehen. Als Gast ist übrigens mit Gustavo Strauß ein Geiger mit von der Partie. Schon der Opener „Skin Deep“ ist eine Ohrenweide und alle Fans, die auf Gruppen wie BLACKBERRY SMOKE, den unvermeidlichen LYNYRD SKYNYRD oder THE BLACK CROWES stehen, wird es die Freudentränen in die Augen treiben. Denn auch die Mischung zwischen flotten, Country beeinflussten Songs wie „Fifty“ und melancholischeren, ruhiger angelegten Stücken wie etwa das wunderschöne „White Picket Fences“ (siehe Video) stimmt absolut. Dass die beiden Sänger perfekt zur Musik passende Stimmen verfügen, die zu keinem Zeitpunkt über die musikalische Begleitung anarbeiten müssen. Schreien oder Ausbrüche sind nicht nötig, ich bezeichne solche Vocals sehr gerne als songdienlich und absolut angenehm im Ohr! Der spannende, sehr atmosphärische Titelsong thront etwas über den anderen neun Liedern, aber das darf gerne bei einem Titelstück so sein. Auch die Texte sind kein billiges BlaBla, sondern weisen typischen, oft persönlichen Storyteller-Charakter auf! Und dass die Produktion ohne KI oder anderen technischen Schnickschnack, also komplett analog durchgeführt wurde, hört man dem warmen, druckvollen Sound auch an. Wie gut, dass es im Store auf der Homepage der Gruppe das Album auch als Vinyl zu erwerben gibt!
ALLEN-FORRESTER BAND – RED DIRT TOWN
Fazit
Auch das zweite Album dieser deutsch-amerikanischen Zusammenarbeit kann auf ganzer Linie überzeugen! Für Southern- und Blues Rock Fans ein Pflichtkauf!