Schon das Debüt der argentinischen AOR-/Hard-Rock-Combo NEON RIDER aus dem Jahr 2024 mit dem Titel „Destination Unknown“ hat mir gut gefallen. Nun hat die 2020 gegründete Newcomergruppe ihr Zweitwerk fertiggestellt und setzt genau dort an, wo sie 2024 aufgehört hat! Lasst euch nicht vom Artwork abschrecken, das ist leider ein farbloser Abklatsch vom besseren Debüt Cover geworden! Der episch anmutende Titel „Keeper Of The Flame“ ist dabei sicherlich ein Statement, denn die NEON RIDER bringen ihren Hard-Rock-meets-AOR-Sound gekonnt ins 21. Jahrhundert, ohne dabei zu modern oder poppig zu klingen. Musikalisch ist das Album jedoch eine gelungene Fortsetzung des Erstlings und macht richtig Spaß! Die Songs sind nicht zu soft, die Arrangements kommen recht flott daher und auf überbordende Keyboards wurde zum Glück ebenfalls verzichtet. Der Gesang besitzt meiner Meinung nach sogar einen gewissen Wiedererkennungswert, was in der heutigen Zeit viel wert ist und der zu hörende Akzent ist irgendwie cool. Dazu kommen gute Riffs und der Hang zu etwas Pathos. Da die Produktion ebenso wie die Songs gut knallt hat und nicht so glattpoliert klingt wie bei manch anderen Bands, bin ich hinsichtlich der NEON RIDER jedenfalls recht positiv gestimmt! Luft nach oben ist natürlich vorhanden, aber das macht auch nichts beim zweiten Album. „Keeper Of The Flame“ ist ein gutes Album mit Luft nach oben, aber keine dieser seelenlosen Reißbrettalben!
Neon Rider – Keeper Of The Flame
Fazit
AOR // Hard Rock mit Ecken und Kanten!