Ursprünglich 1992 unter dem Titel „A“ veröffentlicht, erschien drei Jahre später mit „The Answer“ eine um mehrere Bonustracks erweiterte Version des Albums. Erneut gelang es Andy Scott, ein hochkarätiges Line-up zusammenzustellen. Dieses war auch auf dem kürzlich wiederveröffentlichten Livealbum aus dieser Zeit zu hören. Mit dabei waren Sänger Malcolm McNulty (SLADE), Schlagzeuger Bodo Schopf (ELOY/MSG), Bassist Jeff Brown (WILDFIRE) und Keyboarder/Gitarrist Steve Mann (MSG/LIONHEART). Die Produktion klingt typisch für den poppigen Hard Rock der frühen Neunziger. Sänger Malcolm ist eine richtige Bank und die Lieder haben Drive. Satte 17 Songs, inklusive dreier alternativer Versionen bekannter Songs, sind hier an Bord, was fast 75 Minuten Musik bedeutet. Für heutige Hörgewohnheiten sind die Gitarren und der Bass viel zu leise. Zeitweise glaube ich, nur Drums, Gesang und leise Gitarren zu hören. Ein anderer Mix würde hier für mehr Kraft sorgen, aber vielleicht würde dies einige betagte Fans verschrecken?Ehrlich gesagt sind auch einige belanglosere Tracks auf dem Album sowie einige Softrocker, die ich mir im Oldie-Radio vorstellen könnte. Aber schlecht ist das Ganze nicht! Der Sänger könnte auch eine waschechte NWOBHM-Truppe mit der Power von SAXON anführen. Mit dem Glam Rock der Siebziger hat das hier nichts mehr zu tun. Der Song „Crudley Mott“ klingt wie eine Persiflage auf MÖTLEY CRÜEs „Dr. Feelgood“ und ist irgendwie witzig! Ein Banger wie „Dangerous Charme“ ist dann von einem ganz anderen Kaliber und echt ein Hit. Die Platte wächst mit der Zeit.
THE SWEET – The Answer (Re-Release)
Fazit
SWEET in den Neunzigern mit einem sehr starken Sänger!