CORELEONI wurden 2017 von GOTTHARD-Gitarrist Leo Leoni gegründet. Zunächst sah das Konzept vor, ältere GOTTHARD-Songs in einem härteren Gewandt zu präsentieren, wobei RONNIE ROMERO den Posten am Mikro für zwei Alben übernahm. Nach und nach schrieb Leo Leoni jedoch vermehrt neue Songs extra für sein einstiges Nebenprojekt und CORELEONI entwickelten sich zu einer richtigen Band, die auch Live viel unterwegs war und bis heute noch ist. Zum dritten Album „III“ fand dann ein Sängerwechsel statt, der mit dem Albaner Eugent Bushpepa einem echten Glücksgriff gleichkam. Jgor Gianlola blieb seinem Kumpel Leo aber treu, was eine gewisse Konstanz ins Bandgefüge bringt und sicherlich auch für eine gute Stimmung innerhalb der Gruppe sorgt. So finde ich es auch richtig gut, dass die etwas langweilige Zahlenreihe der ersten drei Alben jetzt für das neue, vierte Album mit dem augenzwinkernden Titel „Generection“ beendet wurde. Das ist aber letztendlich nicht mehr als eine Randnotiz.
Was als erstes auffällt, ist dieser wuchtige, mächtige Sound, der „Generection“ durchzieht und wie die Faust aufs Auge zu dieser Hammer-Rock-Röhre von Eugent Bushpepa passt. Es sollte ja bekannt sein, dass Leo Leoni ihn beim ESC 2019 hörte, wo er für sein Heimatland antrat. Aber bei der neuen Scheibe greifen auch die anderen Räder perfekt ineinander, denn vom Songwriting über die endgeilen Melodien bis hin zu den Arrangements bzw. der angesprochenen knackigen Produktion bleiben keine Wünsche offen. Feine Spielereien wie etwa eine Kirchenorgel zu Beginn von „Vision“ lassen keine Langeweile aufkommen und die Riffs, Hooklines und Soli sitzen bei jedem der neuen Stücke. Die Scheibe ist für mich einfach ein echter Fingerzeig, wie moderner, melodischer Hardrock heutzutage klingen sollte, um die Herzen der Fans zu erobern! Logisch gehört auch ein Feuerzeugschwenker wie das vorzügliche „Believe“ (siehe Video) dazu, das mir die Freudentränen in die Augen treibt. Mit diesem ausgezeichneten Album heben sich CORELEONI noch deutlicher von GOTTHARD ab, als das bisher eh schon der Fall war. Und das mit zehn neuen, extra für diese Platte geschriebenen Songs. Lediglich bei der digitalen Variante gibt es mit „Lady Marmelade“, im Original von PATTIE LABELLE, einen Coversong im CORELEONI-Sound auf die verwöhnten Lauscher. Wer sich jedoch für die Digipack-Edition entscheidet, wird mit der Bonus-CD „Live At Hallenstadion“ belohnt, das vorher lediglich digital erhältlich gewesen ist. Ab Ende September übrigens zusammen mit TYKETTO wieder in unseren Breiten live unterwegs!