OSUKARU – TALL TALES

Artist

Osukaru

Albumtitel

Tall Tales

Genre

Hardrock

Ich habe mich sehr gefreut über das neue, mittlerweile siebte Album von Oskar „Oz“ Hawe Pettersson`s OSUKARU, das sich „Tall Tales“ nennt. Das Konzept des Schweden ist es ja, dass er mit fernöstlichen bzw. japanischen Cover-Artworks den Leuten „vorgaukelt“, dass es sich um eine japanische Gruppe handeln könnte, was ich ehrlicherweise für eine coole Idee halte. Aber das Line-Up ist mittlerweile konstant und mit Shouter Fredrick Werner steht eine echte Granate hinterm Mikro, der bei dieser Gruppe dann auch tatsächlich den Unterschied macht! Denn wie jeder weiß, kommen aus Schweden ja unzählige Rock-Bands, die sich alle im großen Teich nach oben kämpfen möchten.

Genug der Vorrede, „Tall Tales“ erscheint nun knapp fünf Jahre nach „Starbound“ (siehe auch Review bei uns) und glänzt schonmal mit einem hübschen Cover-Artwork, das einen Samurai von hinten sowie einer Friedenstaube zeigt. Die roten Linien in Bäumen und hinter seinem Rücken könnte der Betrachter als Blutspuren deuten, die er hinterlassen hat. Das Auge hört ja schließlich mit, wie ich als Vinyl-Fan scherzhaft oft zu sagen pflege. Der Einstieg „Exceeder“ gibt dann auch gleich die Marschrichtung vor, ein idealer Einsteiger mit sleazigem Touch und viel Druck. Eine Mundharmonika überrascht zu Beginn von „Wendigo“, die den bockstarken Track anfänglich in die Southern-Rock-Ecke treibt und auch zum Ende hin wieder zurückholt. Classic Hardrock dann bei „Blood On The Rocks“ (siehe Video) mit einem Sänger, der hier zur Hochform aufläuft, Wahnsinn diese Stimme! Schon jetzt ist klar, dass „Oz“ mit seinen Mitstreitern ne gehörige Schüppe draufgepackt hat seit dem angesprochenen Vorgänger! „The Outer Side Within“, eine hochmelodische Halb-Ballade, erinnert mich so ein wenig an WHITESNAKE zu Zeiten von „1987“, aber hey, das ist doch ein glasklares Kompliment! Absicht? Sowas von egal, weil mega! Dann plötzlich Double-Bass bei „Ronin“, was beweist, dass OSUKARU auch Metal können, allerdings mit versöhnlichen Chören in diesem abwechslungsreichen Stück! Irgendwo in dieser Schnittmenge aus Hardrock und Metal auch das stampfende „Who Do You Love?“ sowie das gleich darauffolgende „Split“, wobei sich über das ganze Album hinweg die überzeugende Gitarren-Arbeit mit dem, ich wiederhole mich gerne, bockstarken Gesang eine Einheit bilden! Mit „When It`s Over“ gibt es dann eine richtige Gänsehaut-Ballade, die früher perfekt auf jedes „Metal-Ballads“-Album gepasst hätte. Das wilde „C`est Dans Ta Tête“ (franz. für „Es Ist In Deinem Kopf“) gilt dann im übertragenen Sinne für meine Gefühle nach diesem Hörerlebnis!

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Infos

Release

21.08.2026

Laufzeit

39:37 Minuten

Label

Pride & Joy/Believe

Fazit
Die früheren AOR-Vibes sind einer deutlich härteren Ausrichtung gewichen, wobei die Melodien darunter in keinster Weise gelitten haben! Ganz großes Rock-Kino, das lange nachhallt und bis zum letzten Ton Wirkung hinterlässt!
14
von 15
Geniestreich
Die Melodie muss stimmen!
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