Seit ihrer Gründung im Jahr 2015 sind die Schweden von ROCKETT LOVE Rockett Love kontinuierlich aktiv und legen mit „Wired For Sound“ bereits ihr viertes Studioalbum vor. Stilistisch bleibt das Quartett seiner bewährten Linie treu und kombiniert eingängigen Hard Rock mit einer Prise Rock ’n’ Roll und AOR. Positiv fällt diesmal vor allem das deutlich gelungenere Artwork ins Auge, das im Vergleich zu den eher schlicht gehaltenen Raketenmotiven früherer Veröffentlichungen wesentlich hochwertiger und ansprechender wirkt. Musikalisch überzeugt die Band um Gitarrist Stefan Westerlund erneut mit einem eigenständigen Sound, der sich zwar abseits der ganz großen Namen des Genres bewegt, aber dennoch klar seine Daseinsberechtigung hat. Besonders die markante Stimme von Frontmann Daniel Samuelsson sorgt dafür, dass die Songs durchgehend Wiedererkennungswert besitzen und bestens unterhalten. Die Produktion übernahmen die beiden Musiker selbst, unterstützt von Soundengineer Mats Eriksson, eine Zusammenarbeit, die dem Album hörbar zugutekommt.
Mit zehn Songs und einer insgesamt kompakten Spielzeit , lediglich zwei Stücke überschreiten die vierMinutenMarke, bleibt das Album angenehm kurzweilig und verzichtet auf unnötige Längen. Auch wenn der ganz große Überhit diesmal ausbleibt und sich stilistisch nur wenig von den ebenfalls starken Vorgängern unterscheidet, liefert die Band erneut solide Arbeit ab und bleibt konsequent bei dem Sound, den sie am besten beherrscht und mit Überzeugung lebt. Auch rennen sie keinem Trend hinterher und versuchen nicht wie eine der großen Bands des Genres zu klingen, sondern ziehen ihr eigenes Ding durch.