Die US-Metaller AXEMASTER sind seit jeher tief im Underground verwurzelt und melden sich nach längerer Zeit mit neuer Plattenfirma und dem aktuellen Werk „Of Beasts And Plagues“ zurück. Nach dem Aus ihres früheren Labels sowie dem eher durchschnittlich klingenden Album „Crawling Chaos“ aus dem Jahr 2017 war es lange ruhig um die Band geworden, doch 2026 hinterlassen die Amerikaner wieder einen deutlich stärkeren Eindruck. Die Produktion fällt zwar roh aus, besitzt aber genug Druck und Substanz, sodass sämtliche Instrumente klar zur Geltung kommen. Bandleader Joe Sims hält die Truppe immerhin schon seit 1985 zusammen, während die neue Rhythmussektion angenehm tight aufspielt. Besonders Frontmann Geoff McGraw kann mit seiner markanten Stimme überzeugen: rau, kraftvoll, melodisch und angenehm eigenständig steht sein Gesang klar im Mittelpunkt des Albums.
Mit satten elf Songs plus Intro liefern AXEMASTER nach der langen Pause knapp 55 Minuten abwechslungsreichen Heavy Metal ab. Dabei setzt das Quartett nicht nur auf klassische Midtempo-Banger, sondern streut auch schleppendere und ruhigere Passagen ein, ohne dabei in echte Balladen abzudriften. Zwar zündet nicht jeder Track gleichermaßen, insgesamt überrascht „Of Beasts And Plagues“ aber äußerst positiv.