Kennt ihr das beliebte Gesellschaftsspiel MANOWAR-Saufen? Eine Hand voll Buzzwords und genügend Feuerwasser genügen und ihr liegt nach spätestens drei Songs in der Ecke. Wer eine ganze Platte schafft, hat ein Problem. Und „Satanic Metal Attack“ von BAPHOMET´S BLOOD ist da definitiv die Lösung. Dank Dying Victims Productions als Re-Release auf Vinyl und 20 Jahre nach Erscheinen auch erstmals im handlicheren CD-Format. Also CD in die Kutte gepackt und ab zum Gelage.
Das einzige notwendige Buzzword bei „Satanic Metal Attack“ lautet übrigens „Satan“. Das Quintett aus Bella Italia haut euch die Anbetung des Leibhaftigen mit sagenhafter Redundanz um die Ohren. Spass macht der zeitenlose Speed Metal dabei allemal. Nicht nur, dass sich BAPHOMET´S BLOOD schon 2006 in die 80er zurückbeamten, das funktioniert auch heute noch bestens. Leidenschaft und Authentizität sind hier an der Spitze der Agenda. Und Riffs! Und was für welche. Immer, wenn ich gerade das Gefühl hatte, dass die Scheibe ein wenig durchhängt, kam nämlich pünktlich ein neuer Killer aus den Boxen geschossen und zauberte mir ein feistes Grinsen auf das Gesicht. Kurzum: Das Gerüst stets mindestens solide, die Riffs sogar noch eine Liga drüber. Zum Warm Up empfehle ich übrigens „Satanic Beerdrinkers“, dann sterbt ihr wenigstens mit amtlicher Untermalung. Wer hier einen ganzen Song durchhält, pendelt vermutlich täglich auf dem „Highway To Hell“. Wer die ganze Platte schafft, der hat schon kein Problem mehr, sondern ist die Erlösung.