Die deutschen Death-Metal Newcomer ORACLE OF WORMS kommen nicht aus Worms (ja, mieser Kalauer, ich weiß!), sondern aus Giessen in Hessen. Das Quartett ballert uns mit dem old school Album „Cult Of Suffering“ ein rohes Death Metal Werk in die Gehörgänge, dessen Sound wunderbar an die Großtaten der frühen Neunziger erinnert, als Schweden wie DISMEMBER, GRAVE und HYPOCRISY jung und hungrig waren und solche Alben geschrieben haben. Mit derben Growls, dominanten Drums und keinerlei Anbiederung an den Kommerz rödeln die Deutschen durch ihre 10 Lieder. Ich vermisse hier und da eine gewisse Eingängigkeit und das eine oder andere Riff was mir im Kopf hängen bleiben sollte, aber diese „Augen zu und durch“ Mentalität gefällt mir dann doch irgendwie. Hier ist nichts 08/15, was man auch am abgedrehten Artwork des Berliner Tattookünstlers Alvar Baptist sieht. Hätte bei einem Metal Quiz jemand behauptet das Würmerorakel käme aus Malmö und das Album sei von 1994, ich hätte es sicherlich geglaubt! Die derben Growls sind klassisch, klingen gut, haben aber leider kein Alleinstellungsmerkmal wie zum Beispiel eine Combo wie OBITUARY oder BOLT THROWER. Aber das kann ja noch kommen. ORACLE OF WORMS sind ja noch am Anfang ihrer Bandkarriere und haben noch Zeit sich zu entwickeln! Death Metal Lunatics und Vielhörer des Genres machen hier nichts falsch.
ORACLE OF WORMS – Cult Of Suffering
Fazit
Sehr ordentliches, an die 90er Jahre angelehntes Death Metal Debüt dem es für höhere Weihen etwas an Abwechslung und eigener Note fehlt!