CYCLONE – KNOWN UNTO GOD

Artist

Cyclone

Albumtitel

Known Unto God

Genre

Thrash Metal

CYCLONE aus Belgien kennen einige vielleicht noch von ihrem 1986er Debüt “Brutal Destruction”. Vier Jahre später erschien dann noch ein gutes zweites Album namens “Inferior To None”, das jedoch kaum Jemand kennt, weil ihrem belgischen Label Justice damals das Geld ausging, so dass der Release stark limitiert ausfiel. Viele Fans bekamen nicht mit, dass es ein neues Album gab. 1993 löste man sich dann auf und fand 2019 wieder zueinander. Es ist aber nur noch Sänger Guido Gevels vom Original-Line- Up dabei.

Vor zwei Jahren tourten die Jungs als support von MIDNIGHT durch Mittleuropa, wo sie schon neue Songs vorstellten.

Nun liegt mit “Known Unto God” eine neue EP mit fünf Songs vor. Es ist weiterhin Thrash Metal aber natürlich ist auch die Zeit an den Westeuropäern nicht vorbeigezogen. Heute klingen CYCLONE relativ komromisslos und es sind einige Einflüsse aus der Bay Area auszumachen. Das Titelstück ist ziemlich repräsentativ für die Platte: Knochentrockener Uptempo-Thrash, der sich im Mittelteil einige Verschnaufspausen gönnt, ein prima Solo raus haut, die Band nimmt ihr Tempo wieder auf und klöppelt sich dann wieder zu dem gewohnten Speed bis zum Ende durch.

Das vorangestellte “Eliminate” ist ein guter Thrash-Song, den man sich von der Struktur her auch auf älteren Werken der Band vorstellen kann. Den Refrain hätte man mit Gang-Shouts noch aufmotzen können. Nach diesen beiden Songs nimmt das Niveau leider ein wenig ab. “I Fear Myself” hat ganz coole Riffs, ist aber ein wenig zu beliebig und gleichförmig. “Nothing Is Real” ist wesentlich langsamer, es groovt an allen Ecken und Enden und hier wird es dann auch moderner. Nach dem kurzen Closer “The Truth Lies”, der neben seiner Aggressivität  von seinen Rhythmuswechseln lebt, ist auch schon Schluss.

“Known Unto God” ist ein gutes Lebenszeichen, dem es allerdings an Abwechslung mangelt. Es gibt immer mal wieder Passagen, wo man aufblickt aber auf Dauer wissen die Songs, abgesehen von den ersten beiden Songs, nicht zu fesseln. Thrasher machen nichts falsch, wenn sie sich das Vinyl oder die CD ins Regal stellen, alle anderen sollten vorher reinhören. Es bleibt abzuwarten, wie sich die Band auf Albumlänge präsentieren wird.

Hier klicken, um den Inhalt von YouTube anzuzeigen.
Erfahre mehr in der Datenschutzerklärung von YouTube.

Infos

Release

06.02.2026

Laufzeit

20:24 Minuten

Label

High Roller Records

Fazit
Keine komplette Enttäuschung aber mit Luft nach oben. Aufgeschlossene Thrasher könnten Spass an den zwanzig Minuten haben.
9
von 15
Solide
Let the Metal flow!
Datenschutz-Übersicht

Diese Website verwendet Cookies, damit wir dir die bestmögliche Benutzererfahrung bieten können. Cookie-Informationen werden in deinem Browser gespeichert und führen Funktionen aus, wie das Wiedererkennen von dir, wenn du auf unsere Website zurückkehrst, und hilft unserem Team zu verstehen, welche Abschnitte der Website für dich am interessantesten und nützlichsten sind.