Irgendwo zwischen Alternative Rock und Post Hardcore sehen sich HAGGARD CAT selber herumstromern. Und in genau dieser Nische platzieren Sänger Tom Marsh Sänger und Gitarrist Matt Reynolds nun Album Nummer drei, das sie auf den Namen „The Pain That Orbits Life“ getauft haben. Stellt sich die Frage, ob sich die Wartezeit von immerhin acht Jahren auch für die zugeneigte Hörerschar gelohnt hat.
Tight und energisch klingen HAGGARD CAT auf jeden Fall. Hätte ja durchaus sein können, dass das Konzept eines Radau-Duos an Grenzen stößt, aber keine Angst: Klanglich gibt es nichts zu vermissen und die ein oder andere elektronische Spielerei trägt auch durchaus dazu bei, dass sich „The Pain That Orbits Life“ durchaus vollwertig anhört. Der Hardcore-Einschlag der Herren bleibt dabei auch bei den überwiegenden flotten Alternative Rock Nummern der Platte durchweg hörbar. Am besten gefallen mir HAGGARD CAT allerdings, wenn sie das vier Minuten Limit weit hinter sich lassen und nicht nur Post Hardcore zelebrieren, sondern durchaus auch progressive Einflüsse zur Geltung kommen lassen. Dann offenbart sich nämlich eine musikalische Qualität ganz neuer Dimension, die in den restlichen Songs leider nicht ganz zur Geltung kommt. So bleibt ein wenig Wehmut, denn mehr Songs wie „Apnoea“ und „Zion“ hätten aus einer Platte, die durchaus in Ordnung geht, mindestens eine gute machen können. Für experimentierfreudige Post Hardcore-Jünger und Freunde flott gespielter alternativer Rockmusik aber auf jeden Fall einen Versuch wert.