Mit Alfredo Hernández (Drums) James Childs (Gesang und Gitarre) und June Kato am Bass hat sich nunmehr für Album Nummer drei unter dem Namen AVON ein Trio zusammengefunden, das auf einen beeindruckenden Stammbaum verweisen kann. So war beispielsweise Hernández sowohl bei KYUSS, als auch bei den QUEENS OF THE STONE AGE mit an Bord. Gerade letztgenannte sind ein guter Gradmesser für den Sound von AVON, auch und gerade auf der vorliegenden Scheibe „Black On Sunshine“.
Hüben wie drüben wird nämlich gerne locker aus dem Handgelenk gespielter, luftig komponierter Desert Rock gespielt. Grad bei den QUEENS OF THE STONE AGE zeigt sich ja immer, dass hier die Kunst am größten ist, wenn scheinbar kleine banale Songs eine gigantische Wirkung entfalten und nicht mehr aus deinen Gehörgängen weichen. Millionen langzeitgeschädigter Lauscher können da ja nicht irren. AVON bringen hier, natürlich auch ob der engen Verwandtschaft, die besten Voraussetzungen mit. Die Songs sind sauber durchkomponiert, lässig gespielt, und man merkt in jedem Ton die Erfahrung der Kapelle. Richtig packend wird das alles, wenn die Herren die Muskeln spielen lassen und das Tempo etwas anziehen, so wie beispielsweise in „Super Furry Antidote“. Leider halten sie diesen Level aber nicht über die ganze Platte. Die Songs sind zwar durchweg gut, aber halt selten so catchy, dass sie dich nicht mehr loslassen. So bleibt unter dem Strich eine durchweg gute und authentische Desert Rock-Platte, der aber leider ein wenig die absoluten Highlights fehlen, um punktemäßig noch mehr abzuräumen.