KAASIN stammen aus Norwegen und haben 2021 ihr gutklassiges Debüt „Fired Up“ veröffentlicht. Danach war Ruhe, was vielleicht auch an der damaligen Pandemie lag. Bekannteste Musiker an Bord sind sicherlich Bandgründer und Gitarrist Jo Henning der schon bei der Truppe COME TASTE THE BAND war und der stimmgewaltige Frontmann Jan Thore Grefstad den ich von Acts wie SAINT DEAMON, DIVIDED MULTITUDE UND HIGHLAND GLORY kenne und schätze und der vor einigen Jahren bei „The Voice Of Norway“ toll abgeliefert hab, was auch auf You Tube zu finden ist. Die klassisch produzierte und ebenso musikalisch klingende Hard Rock Scheibe „The Underworld“ strotzt nur so von Verweisen auf alte Helden wie RAINBOW, DEEP PURPLE und Konsorten, wobei gerne in Midtempo agiert wird und was mit dem nach altem Gemälde aussehenden Artwork vom bekannten Artworkkünstler Stan W. Decker noch unterstrichen wird. Hört euch nur mal „Arabian Nights“ an, mehr Blackmore mit DIO geht gar nicht, obwohl Grefstad natürlich nicht DIO kopiert. Oder die geile Hammondorgel in „Two Worlds“, welche mich an Jon Lord erinnert. Der in der Rezension verlinkte Track „We Speed At Night“ ist aber sicherlich eine DIO Hommage vom Titel. Von der Laufzeit her passt das Werk mit 38 Minuten auf eine normale LP wie damals in den Siebzigern, die Lieder sind kompakt und kommen auf den Punkt, lange Soloorgien oder Jam Sessions gibt es hier nicht im instrumentalen Bereich. Insgesamt nicht schlecht, aber auch hier wiederhole ich den Satz den ich oft in vielen Rezis der letzten Zeit schreib: ein paar flotte Lieder hätten der Scheibe nicht geschadet!
KAASIN – The Underworld
Fazit
Keine schlechte Platte mit tollem Sänger und gut produzierter Musik die mir aber einen Tick zuviel den eigenen und allen bekannten Idolen des Hard Rocks Tribut zollt, wobei die eigene Note etwas auf der Strecke bleibt!